Düsseldorf (ots) - Hans-Werner Sinn ist Ökonom, nicht Bundeskanzler. Deshalb ist es seine Pflicht, volkswirtschaftlich riskante Entwicklungen anzusprechen, auch wenn dies politisch unliebsam erscheint. Dazu gehört die Feststellung, dass ein nicht zu verachtender Teil des Wachstums 2016 steigenden Staatsausgaben zu verdanken ist. Die einfache Weisheit: Gibt der Staat an einer Stelle mehr Geld aus, muss er an einer anderen sparen, oder er muss die Steuern erhöhen, oder er muss sich das Geld leihen. Geliehenes muss man zurückzahlen, das trifft nachfolgende Generationen. Eine einfache Botschaft, die der Ökonom Sinn ins Gedächtnis gerufen hat. Nichts anderes hatte er im Sinn. Wenn der Ifo-Chef im März aufhört, wird man ihn vermissen - als streitbaren Geist in der Finanzkrise, in der Grexit-Diskussion, in der Europa-Debatte. Mit seiner Forderung, Deutschland müsse seine Grenzen besser schützen, hat er sich indes verrannt. Wenn ökonomische Sinnhaftigkeit rechtem Populismus in die Hände spielt, wird sie gefährlich. Da hat auch der Ökonom politische Verantwortung.
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