Düsseldorf (ots) - Erscheint die Bundeskanzlerin auf dem Bildschirm, schaltet jeder siebte Zuschauer ab. Die Abstimmung mit der Fernbedienung hat Angela Merkel an Silvester verloren. Ihre Neujahrsansprache drückte nach der Tagesschau die Einschaltquote im Ersten deutlich nach unten. Das wirft Fragen auf: Können die Deutschen ihre Kanzlerin nicht mehr sehen? Hat Merkels "Wir-schaffen-das!" das flüchtlingsferne Fernsehpublikum verschreckt? Wohl kaum. Die Mehrheit trägt, wenn auch über Mängel murrend, ihren Flüchtlingskurs weiterhin mit. Das Thema Flüchtlinge liegt der Bevölkerung auf der Seele. Insoweit hat Angela Merkel den richtigen Ton getroffen. Ihre Botschaft erreichte aber - über alle Kanäle - nur einen Bruchteil der Bevölkerung. Das liegt vor allem am falschen Format, das wie "Dinner for one" kaum Überraschungen bietet ("the same procedure as every year") und den Dialog ausschließt. Verkündet wird wie von der Kanzel herab. Die Zeit der Frontal-Beschallung aber ist vorbei. Die Einschaltquoten steigen, wo Spannung aufkommt. Angela Merkel sollte auf die Neujahrsansprache verzichten. Stattdessen lieber Fragen beantworten. Davon gibt es schließlich mehr als genug.
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