Düsseldorf (ots) - Der Realitätsschock hat Alexis Tsipras eingeholt. Spätestens seit Mitte des Jahres, als der griechische Premier nur noch mit der bedingungslosen Kapitulation vor der EU den Austritt aus dem Euro abwenden konnte, ist der linkspopulistische Politiker zum Pragmatiker geworden. Die radikale Rhetorik blieb, wie zuletzt in der Athener Sportarena Faliron zu hören war. Aber faktisch bemüht sich Tsipras, große Teile der staatlichen Wirtschaft zu privatisieren, die Renten zu kürzen und die Landwirte höher zu besteuern. Ob mit Erfolg, ist offen. Sicher ist, dass der lange Umweg das leidgeprüfte Land ein ganzes Jahr gekostet hat. Statt Wachstum schrumpfte die Wirtschaft und wird auch 2016 weiter zurückgehen. Nur wenige Investoren haben Vertrauen in den Links-Politiker. Die geschulten Fachkräfte verlassen das Land. Hinzu kommt die Schwierigkeit, Frontstaat in der Flüchtlingskrise zu sein. Letzteres allerdings kommt dem Taktiker Tsipras entgegen. Er kann sich jetzt leichter vor weiteren Sparvorgaben drücken. Dem Land hilft er damit nicht. Griechenlands Zukunft bleibt düster.
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