Hagen (ots) - Für die im Bundestag etablierten Parteien war es ein bitterer Abend. Sie sind gut beraten, die Ergebnisse dieses Super-Wahlsonntags sehr ernst zu nehmen. Die CDU hat jetzt mit der AfD einen populistischen Gegner rechts von sich sitzen. Dem grünen Spitzenkandidaten gelingt im Ländle zwar Historisches, das aber kann die gesamte Partei nicht von sich sagen. Und obwohl Malu Dreyer die Ehre der SPD rettet, schrumpfen die Sozialdemokraten andernorts dramatisch. Die drei Landtagswahlen sind ein schmerzhafter Denkzettel. Unabhängig davon scheint Haltung eine zentrale Botschaft der Wähler zu sein. Denn sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz waren die CDU-Spitzenkandidaten in der Flüchtlingsfrage von Angela Merkel abgerückt. Das ist beiden nicht gut bekommen, zumal sich vor allem Winfried Kretschmann in dieser Frage geradezu als Fan der Kanzlerin positionierte. Und zwar aus Überzeugung, wie er betont. Angesichts der Ergebnisse ist es nicht einfach, Schlüsse auf den Kurs von Angela Merkel in der Flüchtlingsfrage zu ziehen. Klar ist, dass die Kanzlerin sich treu geblieben ist und zuletzt bessere Zustimmungswerte bekommen hat. Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Haltung honoriert wird. Die Lektionen des Sonntags lauten: Schlingerkurse zahlen sich nicht aus, Persönlichkeiten entscheiden Wahlen, die Parlamentsarbeit wird schwieriger und um die anstehenden Koalitionsgespräche sind die Amtsinhaber nicht zu beneiden. Zentral aber ist, dass die etablierten Parteien sich mehr denn je Gedanken darüber machen müssen, wie sie ihre Wählerschaft erreichen. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit den Themen der AfD.
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