Hagen (ots) - Von einer "Koalition im besten bürgerlichen Sinne" sprach Winfried Kretschmann, alter und neuer Regierungschef in Baden-Württemberg, gestern nach Abschluss der Verhandlungen mit der CDU. Was noch vor Jahren undenkbar schien, funktioniert jetzt ohne großes Aufsehen: Schwarze und Grüne machen gemeinsame Sache - und niemand regt sich auf. Was sagt uns das? Erstens: Winfried Kretschmann, der grüne König von Stuttgart, personifiziert einen Sonderfall: Der gelernte Lehrer ist im Ländle über Parteigrenzen hinweg beliebt. Deshalb machten auch viele Bürgerliche das Kreuz hinter seinem Namen. Zudem hat Kretschmann den linken Flügel seiner Partei gestutzt. Die Grünen nahmen es ihm noch nicht einmal übel, dass er im Wahlspot in einem dicken Mercedes Platz nahm. Zweitens: Die Parteienlandschaft verändert sich dramatisch. Der Boom der AfD, also die Zuspitzung politischer Inhalte am rechten Rand, ermöglicht, ja: erfordert in der Mitte sämtliche Koalitionsvarianten. Nach dem Motto: Lieber mit den Gegnern von gestern koalieren als heute und morgen die Macht verlieren. Insofern ist Baden-Württemberg doch ein Vorbild für ganz Deutschland. Allerdings fehlt den Bundesgrünen ein Mann wie Winfried Kretschmann.
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