
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
RENTE - Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) wartet jetzt mit einer neuen Schock-Prognose auf. Demnach müssen sich die Deutschen darauf einstellen, künftig erst mit 73 Jahren in Rente gehen zu können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse, die der "Welt" exklusiv vorliegt. "Um die Beitragssätze konstant zu halten, muss das Renteneintrittsalter stark ansteigen", sagte Susanne Kochskämper, Autorin der Studie. Im Jahr 2030 soll es bei 69 und 2035 bereits bei 71 Jahren liegen. Ab 2041 könnte es dann laut IW-Plänen bei 73 Jahren konstant gehalten werden. (Welt S. 10)
AUTOMOBILBRANCHE - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt lobt in einem Interview die Zusammenarbeit mit Opel und kritisiert Fiat. "Für das Verhalten von Fiat habe ich kein Verständnis". Hinweise auf Vergehen anderer Hersteller hat er zurzeit nicht. (FAZ S. 24)
KRANKENKASSEN - Die AOK kann Geld in Aktien anlegen, Barmer und TK können es nicht. Schuld ist die gespaltene Rechtsaufsicht. Die Große Koalition will nun allen die Aktienanlage erlauben. (Handelsblatt S. 10)
FLÜCHTLINGE - Im vergangenen Jahr kamen 1,1 Millionen Asylsuchende ins Land. "Realistisch ist, dass im laufenden Jahr 300.000 Flüchtlinge zusätzlich schwarz beschäftigt werden", sagte der an der Universität Linz forschende Ökonom Friedrich Schneider. Dadurch werde das Volumen der hiesigen Schattenwirtschaft um 1,44 Milliarden Euro anwachsen. Schneider geht bei seinen Berechnungen davon aus, dass die Flüchtlinge im Durchschnitt 20 Stunden in der Woche für fünf Euro Stundenlohn arbeiten. (Welt S. 9)
BÖRSE - Vermögensmanager, Volkswirte und die Europäische Zentralbank warnen vor heißen Wochen an Europas Börsen. Die Experten rechnen mit heftigen Kursverlusten. Profis sorgen bereits vor und ziehen Milliarden Euro ab. (Handelsblatt S. 3)
RUSSLAND - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält eine Lockerung der Russland-Sanktionen für verfrüht, die Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) angeregt hat. Merkel wies am Rande des Gipfels der sieben wichtigsten Industrieländer (G7) im japanischen Ise-Shima dessen Vorstoß zurück. Noch seien wichtige Punkte der Minsker Beschlüsse nicht erreicht worden, sagte Merkel am Donnerstag. (FAZ S. 1)
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May 27, 2016 00:16 ET (04:16 GMT)
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