Hagen (ots) - Heute vor 25 Jahren hat der Bundestag beschlossen, die Hauptstadt nach Berlin zu verlegen und die Regierungsarbeit zwischen Berlin und Bonn aufzuteilen. Aus diesem Anlass gibt es erneut Stimmen, die nun einen Komplettumzug fordern. Dafür gibt es gute Gründe: Bonn hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht gelitten unter dem Exodus gen Osten und würde auch einen weiteren Beamtenabzug verkraften. Es fallen trotz Digitalisierung immer noch viele Dienstreisen an und es kommt zu unnötigen Verzögerungen in den Arbeitsabläufen. Alles, was wichtig ist, findet sowieso bereits an der Spree statt und nicht am Rhein. Die Bundesregierung weicht also schleichend immer mehr vom Bonn/Berlin-Gesetz ab. Dagegen spricht die Regionalpolitik: NRW würde geschwächt. Berlin entwickelt schon jetzt mehr Zugkraft als wünschenswert ist in einem Land, das stolz ist auf viele lebendige Zentren. Das wichtigste Argument gegen den Komplettumzug aber ist das finanzielle, nur anders, als der Bund der Steuerzahler behauptet: Für das, was solche Großprojekte erfahrungsgemäß zu kosten pflegen, können wir noch mehr als hundert Jahre pendeln. Sich provisorisch durchzuwursteln, mag nicht sehr preußisch sein, aber für die Bundesrepublik hat sich das oft ausgezahlt.
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