Düsseldorf (ots) - Der Aufschrei war programmiert: Finanzminister Schäuble will das Kindergeld um zwei Euro erhöhen. Die Grünen sprachen von einem "Witz", das Kinderhilfswerk von "Hohn". Es sei ungerecht, dass Gutverdiener über den Kinderfreibetrag stärker steuerlich entlastet würden und das höhere Kindergeld auch noch auf Hartz IV angerechnet werde. Die Kritiker haben das Abgabensystem nicht verstanden. Es gehört zur Natur des progressiven Steuertarifs, dass Bürger, die hohe Steuern zahlen, von Entlastung stärker profitieren. Und Hartz IV ist eine Fürsorge-Leistung, die nur das Existenzminimum sichert. Wenn die Bedürftigkeit abnimmt, muss der Hartz-Satz sinken. Es ist gut, dass Schäuble auch ein Jahr vor der Wahl kein Füllhorn ausschüttet. Für zwei Euro kann man sich nur ein Eis kaufen, wohl war. Doch Familien brauchen nicht mehr Kindergeld, sondern familienfreundliche Infrastruktur: gute Kitas, sanierte Schulen, kleine Klassen. Das kann man finanzieren, ohne die schwarze Null zu gefährden. Der Staat muss nur die Elektroauto-Prämie, Pendlerpauschale oder Rente mit 63 streichen.
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