Bremen (ots) - Der Suizid von Dschaber al-Bakr macht fassungslos. Der 22-jährige Syrer war kein harmloser Taschendieb, sondern ein zu allem entschlossener Islamist, der kurz davorstand, einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen zu verüben. Trotzdem blieb ein umfassendes Aufnahmegespräch im Leipziger Gefängnis aus, es war angeblich kein Dolmetscher aufzutreiben. Befragt wurde er später von einer Psychologin - die keine Erfahrung mit Terroristen hatte. Und vor der Zelle gab es nicht einmal eine Sitzwache. Amateurhaft. Dschaber al-Bakr hätte vielleicht ein wichtiger Zeuge sein können. Gab es Helfer oder Hintermänner für den geplanten Anschlag? Hatte er Kontakte zu Islamisten in anderen Städten? Vielleicht hätte er auch über die Daesch-Strukturen in Syrien und der Türkei ausgesagt. Nun ist er tot. Weil Justizbeamte entweder blauäugig waren oder ihre Sorgfaltspflichten missachtet haben. Doch die sächsische Landesregierung nimmt dieses Versagen offenbar überhaupt nicht ernst. Der gesamte Fall Dschaber al-Bakr, von der versuchten Festnahme in Chemnitz bis hin zu den Umständen des Selbstmords, ist der nächste Schlag gegen das Sicherheitsgefühl der Menschen in diesem Land.
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