Bielefeld (ots) - Auch wenn in diesen Tagen viel über Populismus geredet wird: In der Frage der Arzneistudien an Demenzpatienten hat sich der Bundestag alles andere als populistisch verhalten. Ohne die sonst oft übliche Vorfestlegung in den Fraktionen entschied sich die Mehrheit für eine ethisch weitgehende Lösung, die zugleich Chancen eröffnet. Erstmals dürfen Medikamente künftig selbst dann an nicht mehr entscheidungsfähigen Patienten getestet werden, wenn sie im Einzelfall gar keinen Nutzen haben. Der Proband stellt sich selbstlos in den Dienst der Allgemeinheit. Es ist gut, dass der Gesetzgeber für solche Tests eine frühzeitige Einwilligung fordert - die anders als bei Organspenden auch nicht von Angehörigen erteilt werden kann. Angesichts von 1,6 Millionen Demenzpatienten in Deutschland ist jeder medizinische Fortschritt ein großer Segen. Ärzten und Pharmaindustrie tragen jetzt die Verantwortung dafür, dass die ihnen eröffneten Möglichkeit nicht missbraucht werden. Die Folge wäre ein sofortiger Rückzug des Gesetzes - und noch weniger Hoffnung für Demenzpatienten.
OTS: Westfalen-Blatt newsroom: http://www.presseportal.de/nr/66306 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2
Pressekontakt: Westfalen-Blatt Chef vom Dienst Nachrichten Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261
Sie erhalten auf FinanzNachrichten.de kostenlose Realtime-Aktienkurse von und .
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.
Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen,
bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen
Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu
verstehen sein kann.