Hagen (ots) - Viel Schwarzarbeit, wenig Fachkräfte, ein riesiger Markt und reichlich Gefühle: Das Thema Pflege geht uns alle an. Doch es wird überwiegend im privaten Sektor verhandelt. Die Politik hält sich zurück, unverständlich, wenn man an die Herausforderungen denkt, die auf diesem Gebiet noch warten. Pflege ist nach wie vor Familiensache. Deshalb wird auch kein Zollbeamter je an der Tür klingeln und die Papiere der polnischen Betreuungskraft sehen wollen. Denn wo die Familien die Verantwortung für ihre hilfebedürftigen Angehörigen übernehmen, spart der Staat viel Geld. Und wenn alle älteren Menschen einen Heimplatz einfordern würden, die derzeit überwiegend auf eigene Kosten ambulant versorgt werden, bräche das System zusammen. Was passiert, wenn die geburtenstarken Jahrgänge demnächst ins Alter kommen? Angesichts der Zahl der Bürger, die Pflege brauchen und angesichts der demographischen Prognosen muss die Politik handeln. Die Baustellen sind unübersehbar. Die Familien müssen finanziell entlastet werden, und die Pflegeberufe müssen dringend aufgewertet werden, gerade was die Bezahlung anbetrifft. Wie sichern wir ein Alter in Würde? An dieser Frage wird sich der Wert unserer Gesellschaft entscheiden. Keiner kann sich dem Thema entziehen, denn was wir heute verweigern, trifft uns morgen selber. Am Ende der Nahrungskette steht eine doppelte Not: Senioren und Pfleger sollen beide möglichst wenig kosten. Pflegende Menschen sind die wahren Helden unserer Zeit, sagt man. Das sind schöne Worte, für die kein Geld auf den Tisch gelegt werden muss. Sie alleine werden nicht helfen, mehr Personal für diese Berufe zu interessieren.
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