Düsseldorf (ots) - Die Kanzlerin hat bei einer Wahlkampfveranstaltung ihre demonstrative Zurückhaltung aufgegeben und sich in die Abgas-Affäre eingeschaltet. Mit markanten Worten ging die CDU-Chefin mit den Autobossen ins Gericht. Für eine sonst nicht zu verbaler Kraftmeierei neigende Politikerin ein bemerkenswerter Vorgang. Allerdings einer mit einem Schönheitsfehler. Denn Merkel hat das Thema lange links liegengelassen und lieber ihre Kabinettskollegen vorgeschickt. Es ist ein Armutszeugnis, dass die Kanzlerin nun die Ergebnisse des Diesel-Gipfels als unzureichend geißelt. Denn sie selbst hätte es in der Hand gehabt, bei dem mit Spannung erwarteten Treffen ein Machtwort zu sprechen und die Industrie zu weitreichenderen Maßnahmen zu verdonnern. Doch die Kanzlerin hatte es damals nicht für nötig gehalten, für eines der brennendsten wirtspolitischen Themen ihren Urlaub zu unterbrechen, um den Automobil-Managern den Ernst der Lage zu verdeutlichen. Die zur Schau gestellte Wut ist einzig dem Wahlkampf geschuldet und kommt viel zu spät.
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