
Denkbar ist überhaupt nur eine freiwillige Rückkehr der Rohingya. Zwar erwarten die Menschen mit Sicherheit keine Welcome-Partys. Doch sie müssen zumindest darauf vertrauen können, dass die Militanten in der buddhistischen Bevölkerung mit der Rückendeckung von Myanmars Polizisten und Soldaten nicht sofort erneut mit Morden, Vergewaltigungen, Brandanschlägen und Plünderungen beginnen. Nach allem, was passiert ist, zählt ein Wort aus Rangun bei den Rohingya wenig. Mehr Sicherheit würde nur eine internationale Schutztruppe bieten. Doch dazu ist Myanmar - bislang jedenfalls - nicht bereit.
Bangladesch hat natürlich ein Interesse an der Rückführung. Das Land, dessen Territorium ein Drittel Deutschlands umfasst, aber mehr als 160 Millionen Einwohner ernähren muss, ist durch die Aufnahme einer so großen Anzahl von Flüchtlingen überfordert.
OTS: Westfalen-Blatt newsroom: http://www.presseportal.de/nr/66306 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2
Pressekontakt: Westfalen-Blatt Chef vom Dienst Nachrichten Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261
© 2017 news aktuell