Hagen (ots) - Deutschland scheint herzlos: Die Zahl der Organspender hat im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik den tiefsten Stand seit 20 Jahren erreicht. In NRW kamen auf eine Million Bürger nur 8,2 Organspender - so wenige wie in keinem anderen Bundesland. Zahlen, die nur zum Teil mit den Skandalen früherer Jahre zu erklären sind, die Vertrauen zerstört haben. Die Bemühungen, etwas gegen diesen Vertrauensverlust zu tun, sind allerdings nicht einmal halbherzig. Seit dem Jahr 2012 gilt hierzulande die so genannte Entscheidungslösung: Krankenkassen sollen darauf hinwirken, dass Versicherte zu Lebzeiten eine Entscheidung treffen, ob sie bereit sind zu spenden oder nicht. Niemand aber ist verpflichtet, diese Entscheidung abzugeben. Auch ist bei Versicherten bisher kaum der Eindruck entstanden, von Kassen mit Informationen zur Spende regelmäßig bedrängt zu werden. Die unangenehme Frage lässt sich also bequem ausblenden - selbst über den Tod hinaus: Nicht alle Kliniken besprechen mit Angehörigen von Hirntoten gleichermaßen die Möglichkeit einer Organspende. Dagegen muss die Politik etwas tun. Gesundheitsminister Laumann bittet nun immerhin zum Gespräch. Am Ende aber bleibt vermutlich die Widerspruchslösung die einzig wirksame Therapie: Wer zu Lebzeiten keinen Einwand erhebt, dem dürfen nach dem Tod Organe zur Transplantation entnommen werden. Fassen wir uns ein Herz.
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