Bielefeld (ots) - Neukunden müssen Deutsche sein: Auch wenn das, was die Tafel in Essen macht, nur eine vorübergehende Maßnahme sein soll, sendet diese doch ein fatales Signal aus. Wir erleben hier das Gleiche, was bereits auf dem Wohnungsmarkt den Verdrängungswettbewerb anheizt. Die Schwachen der Gesellschaft ringen mit den noch Schwächeren um das, was die Gesellschaft für Bedürftige noch zu vergeben hat. Die Tafeln waren einst vor allem für Obdachlose gegründet worden. Mittlerweile kommen aber auch viele Rentner und Alleinerziehende ohne die Lebensmittelhilfe der gemeinnützigen Vereine und Organisationen vor Ort nicht mehr über die Runden. Sie machen einen großen Teil des Kundenstamms aus. Und seit dem Zuzug vieler Flüchtlinge stellen auch diese sich immer häufiger in die Schlange - der Wettbewerbsdruck steigt. Die Essener Tafel handelt nicht aus Fremdenfeindlichkeit. Aber der gezielte Ausschluss von Menschen, denen der Staat zumindest vorübergehend ein Bleiberecht gewährt, sollte zu denken geben. Er heizt den Verteilungskampf am unteren Ende der Gesellschaft an.
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