
Der Baustoffkonzern HeidelbergCement
Umsatzwachstum und Absatzanstieg in allen Geschäftsbereichen spiegelten die gute Marktdynamik wider. "Wir erwarten eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr und bestätigen unsere Prognose", fügte er hinzu. Die Aktie legte vorbörslich um fast zwei Prozent zu.
Von April bis Juni kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um vier
Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Damit schnitt die im Dax
Deutlich besser entwickelten sich dank eines Baubooms die Geschäfte des Konzerns vor allem in Deutschland, Polen und Tschechien. In Afrika verhalfen Preiserhöhungen zu besseren Ergebnissen. Deutlich weniger verdiente HeidelbergCement hingegen in der Region Asien-Pazifik. Hier belastete das Indonesien-Geschäft aufgrund von weniger Arbeitstagen das Ergebnis.
Unter dem Strich blieb ein für die Aktionäre anrechenbarer Gewinn von 398 Millionen Euro. Das waren elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dazu beigetragen haben unter anderem geringere Finanzierungskosten.
Für 2018 peilt HeidelbergCement unverändert einen moderaten Anstieg
bei Umsatz und operativem Ergebnis (Ebitda) an. Damit gehen die
Heidelberger von einem Anstieg von drei bis neun Prozent aus. Der
Jahresüberschuss soll deutlich zulegen, das heißt um mindestens zehn
Prozent. Dabei rechnet der Konkurrent von LafargeHolcim
Zuversichtlich zeigte sich Scheifele auch für das laufende Jahr vor allem für das Geschäft in Nordamerika, Nordeuropa und Deutschland. Eine steigende Nachfrage nach Baustoffen erwarten die Heidelberger in Osteuropa unter anderem dank der EU-Infrastrukturprogramme. Aber auch die Geschäfte in Frankreich, Spanien und Italien sollten besser laufen.
Nach den milliardenschweren Zukäufen - 2007 kamen der britische Baustoffkonzern Hanson und 2016 Italcementi hinzu - liegt nun der Fokus der im Dax notierten Gesellschaft auf steigenden Erträgen für die Aktionäre. Dazu sollen die Barmittel in den kommenden drei Jahren rapide zulegen und die Schulden sinken. Deshalb soll es vorerst keine Übernahmen geben. Der Konzern will vielmehr Randbereiche verkaufen, Investitionen begrenzen und durch Digitalisierung seine Kosten senken./mne/tav/jha/
ISIN DE0006047004
AXC0078 2018-07-31/08:53