Düsseldorf (ots) - Noch hat die türkische Währungskrise den Staatschef nicht erreicht. Im Gegenteil, er steht einstweilen als Gewinner da. Erdogan spricht von einem "Wirtschaftskrieg", den die USA der Türkei erklärt hätten. Er vergleicht die Situation mit dem Putschversuch vom Juli 2016. Wie damals hofft er, aus den Turbulenzen gestärkt hervorzugehen. Noch folgen ihm seine Anhänger. Aber Erdogan wird immer mehr zu einem Risiko für sein Land. Mit seiner Politik des billigen Geldes und staatlichen Kreditbürgschaften hat er jahrelang einen Wirtschaftsboom künstlich aufgepumpt. Jetzt droht die Blase zu platzen. Mit seiner Bevormundung der Zentralbank und seiner ständigen Einmischung in die Geldpolitik beschleunigt Erdogan den Absturz der türkischen Währung. Noch geht in der Türkei niemand wegen der Inflation und des Währungsverfalls auf die Straße. Aber die Schlangen vor Bankschaltern und Wechselstuben sind Warnsignale. Wenn die türkischen Währungshüter nicht rasch mit kräftigen Zinserhöhungen gegensteuern, könnte aus den Turbulenzen eine politische Krise werden, die Erdogan in ihren Strudel reißt.
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