
WIESBADEN (Dow Jones)--Der deutsche Staatshaushalt hat im ersten Halbjahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss von 48,1 Milliarden Euro verbucht. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1.671,8 Milliarden Euro) errechnet sich daraus eine Überschussquote von 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete. Die Daten bilden die Grundlage für die Überwachung der Haushaltslage in den EU-Mitgliedstaaten nach den Maastricht-Kriterien.
Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung konnten damit weiter von einer günstigen Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie einer moderaten Ausgabenpolitik profitieren. Von den Ergebnissen für das erste Halbjahr ließen sich aber nur begrenzt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis ziehen, merkten die Statistiker an.
Der Finanzierungsüberschuss ergibt sich aus der Differenz zwischen Einnahmen (761,8 Milliarden Euro) und Ausgaben (713,7 Milliarden Euro) des Staates. Im ersten Halbjahr 2018 trugen alle staatlichen Ebenen zum positiven Budgetsaldo bei: Der Bund hatte mit 19,5 Milliarden Euro den größten Finanzierungsüberschuss. Die Länder erzielten ein Plus von 13,1 Milliarden Euro, die Sozialversicherungen von 9,0 Milliarden und die Kommunen von 6,6 Milliarden Euro.
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August 24, 2018 02:13 ET (06:13 GMT)
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