Düsseldorf (ots) - Als noch niemand wusste, was in der Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft in Sankt Augustin wirklich passiert war, war der Kampf um die Deutungshoheit bereits entbrannt. Denn es gibt einen Verdächtigen, der nicht in Deutschland geboren ist. Das reicht, um bei Facebook einen menschenverachtenden Sturm an Beschimpfungen, Mutmaßungen und Beleidigungen auszulösen. Alle Rassisten dieser Republik nutzen die Gelegenheit, ihr Opfer ist die Wahrheit, ihre Argumente sind Gerüchte, Verleumdungen und Unterstellungen. Dass den meisten dieser Autoren das Schicksal des Mädchens völlig gleichgültig ist, dass es nur darum geht, eine politische Aussage gegen alles Fremde zu platzieren, verdient noch einmal herausgestellt zu werden. Fatal an diesen Debatten ist, dass sie es zunehmend unmöglich machen, realistisch und lösungsorientiert über Ursachen und Folgen von Gewalt in Sammelunterkünften zu diskutieren. Verantwortliche Politiker müssen sich über diese Hass-Debatten hinwegsetzen. Natürlich muss alles getan werden, um solche Taten zu verhindern. Dabei hilft nur kluges Nachdenken und Besonnenheit. Wenn die Vernünftigen den Hetzern das Feld überlassen, gibt es keinen Weg mehr, der unsere Gesellschaft friedlicher macht.
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