Bielefeld (ots) - Was ist das Abitur noch wert? In schöner Regelmäßigkeit beklagt der konservative Philologenverband den Niedergang des Bildungssystems. Die Kritik an den lascher gewordenen Regeln für die Notenvergabe ist allerdings berechtigt. Denn der Philologenverband redet ja nicht etwa der Rückkehr zu einem elitären Bildungssystem das Wort, sondern benennt eine bedenkliche Entwicklung. Wer möglichst vielen Schülern eine möglichst gute Bildung mit auf den Weg geben will, der muss die Bedingungen des Lernens verbessern, nicht aber die Standards senken. Sonst erweist das Bildungssystem nicht nur der Gesellschaft, sondern auch den Schülern einen Bärendienst. Das gilt auch für die immer weiter ausgedünnten Lehrpläne. Denn der Abiturient von heute ist der Student von morgen - und der muss unter bisweilen erheblichen Anstrengungen nachholen, was ihm in der Schule nicht mehr vermittelt wurde. Niemand wünscht sich Notenterror und stupide Bimserei. Doch Schule sollte auch die Erfahrung vermitteln, dass sich Anstrengung lohnt. Das ist für den weiteren Lebensweg wertvoller als eine geschenkte Eins auf dem Zeugnis.
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