Düsseldorf (ots) - Gerade schien das Krisenland einigermaßen stabilisiert, da bricht in Athen eine Regierungskrise auf. Die Koalition aus Links- und Rechtspopulisten ist am Ende, das Zweckbündnis zerbrochen. Der Streit um den Namen Mazedoniens ist nur der Anlass für die Scheidung. Der eigentliche Grund ist, dass beide Partner jetzt andere Interessen verfolgen. Kammenos muss fürchten, bei der nächsten Wahl an der Dreiprozenthürde zu scheitern. Mit dem Auszug aus der Regierung hofft er sein rechts-nationalistisches Profil zu schärfen. Tsipras weiß, dass er die nächsten Wahlen wohl verlieren wird. Wenn er als Oppositionsführer sein Polit-Comeback vorbereiten will, muss er sein Linksbündnis Syriza zur Mitte öffnen. Tsipras sucht darum Verbündete bei den Splitterparteien der linken Mitte. Kammenos hat seine Schuldigkeit getan. Die Abstimmung über das Mazedonien-Abkommen wird zur ersten Generalprobe dieser neuen Allianzen. Tsipras wird versuchen, so lange wie möglich im Amt zu bleiben. Doch unter einer Minderheitsregierung droht in Athen politische Lähmung. Tsipras täte gut daran, nicht nur an sich, sondern an sein Land zu denken - und schnell Neuwahlen herbeizuführen.
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