
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Inflation im Euroraum steigt leicht - Kernteuerung sinkt
Der Preisdruck in der Eurozone ist im Februar in der Gesamtrate leicht gestiegen, doch die Kernteuerung ging zurück. Für die Europäische Zentralbank (EZB) ist die niedrige Inflation ein Problem, weil sie einen Sicherheitspuffer gegenüber einer Deflation bewahren will. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Meldung berichtete, stieg die jährliche Inflationsrate in der Gesamtrate im Februar auf 1,5 Prozent von 1,4 Prozent im Vormonat. Die Statistikbehörde bestätigte damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 1. März.
Commerzbank: Rückzahlung aus TLTRO2 weiterhin gering
Die Commerzbank rechnet damit, dass sich die Banken des Euroraums bei der vorfristigen Rückzahlung von Krediten aus dem TLTRO2-Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) weiterhin zurückhalten werden. "So lange nicht klar ist, wie die Konditionen des TLTRO3 aussehen werden, haben die Banken keinen Grund, zurückzuzahlen", sagte Analyst Ted Packmohr. Zudem sei es sehr unwahrscheinlich, dass die Konditionen des TLTRO3 großzügiger als die des TLTRO2 ausfallen würden.
IEA: Globale Ölförderung sinkt im Februar weiter
Die weltweite Ölproduktion ist im Februar weiter gesunken, vor allem aufgrund der Opec-Kürzungen und den Förderausfällen in Venezuela. Wie die Internationale Energie-Agentur (IEA) in ihrem monatlichen Ölmarktbericht schrieb, fiel die globale Ölproduktion gegenüber dem Vormonat um 340.000 Barrel auf 99,7 Millionen Barrel pro Tag. Allerdings liegt die Zahl immer noch um 1,5 Millionen Barrel höher als vor einem Jahr.
Länder machen Weg für Digitalpakt über 5 Milliarden Euro frei
Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat den Kompromiss von Bund und Ländern zum Digitalpakt gebilligt, auf den sich der Vermittlungsausschuss verständigt hatte. Mit den entsprechenden Grundgesetzänderungen soll der Weg für 5 Milliarden Euro an Finanzhilfen für die Schulen frei gemacht werden. Die Entscheidung der Länderkammer fiel einstimmig, wie der schleswig-holsteinische Regierungschef Daniel Günther als amtierender Bundesratspräsident bekanntgab.
Großangelegte Klimastreiks von Schülern in Deutschland angelaufen
Auch in Deutschland ist am Freitagmorgen der große internationale Schülerprotest für mehr Klimaschutz angelaufen. In Berlin kamen nach Angaben eines AFP-Reporters schätzungsweise 5.000 junge Menschen am Bundeswirtschaftsministerium zusammen. Insgesamt waren der Initiative Fridays for Future zufolge bundesweit mehr als 220 Demonstrationen und Schulstreiks mit mehreren zehntausend Teilnehmern geplant.
Wenig Vertrauen in Kramp-Karrenbauer als Kanzlerin - Politbarometer
Für die Hälfte der Deutschen wäre CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer keine geeignete Bundeskanzlerin. Wie aus dem jüngsten ZDF-Politbarometer hervorgeht, halten nur 34 Prozent der Befragten Kramp-Karrenbauer für geeignet als Bundeskanzlerin, eine Mehrheit von 51 Prozent spricht ihr diese Fähigkeit allerdings ab. Innerhalb der Unionsparteien sind nur 53 Prozent überzeugt, dass die Saarländerin eine gute Besetzung für das Kanzleramt wäre, für 38 Prozent fehlt ihr die nötige Kompetenz.
49 Tote bei Moschee-Angriff in Neuseeland
Nach den Anschlägen auf zwei Moscheen in Neuseeland ist die Zahl der Todesopfer nach Polizeiangaben auf 49 gestiegen. Ein Mann wurde demnach offiziell des Mordes beschuldigt. Die Polizei suche nicht nach weiteren Verdächtigen. Die neuseeländische Regierung hatte zuvor von 40 Toten und 20 schwer Verletzten gesprochen. Unklar war zunächst, wieviele Angreifer beteiligt waren. Die Polizei nahm vier Verdächtige fest, darunter eine Frau.
DJG/DJN/AFP/apo
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March 15, 2019 08:30 ET (12:30 GMT)
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