
Und weiter: So schmerzhaft die Erfahrung war, so zufrieden sei die Familie damit, wie das Unternehmen die Krise gemanagt habe. Tatsächlich ist Bosch mit Strafen von etwa 500 Millionen Euro im Vergleich zu den Bußen der Autokonzerne glimpflich davon gekommen. In der Folge hat der mit 78,5 Milliarden Euro Umsatz weltgrößte Autozulieferer seine Compliance-Regeln erheblich nachjustiert.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung Volkmar Denner verwies auf den neuen Produktentwicklung skodex: "Der erste Punkt im Kodex lautet: Legalität und Bosch-Werte gehen vor Kundenwunsch. Daran sehen Sie, wo vorher die Priorisierung Schwächen hatte." Das Wertegerüst des Konzerns orientiere sich am Geiste Robert Boschs und sei in der Dieselkrise, bei globalen Handelsspannungen sowie der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz einer dauerhaft starken Bewährungsprobe ausgesetzt. "Der Umgang mit KI braucht extrem viel Verantwortlichkeit", sagte Bosch.
Deshalb arbeite der Konzern an einem weiteren Kodex. "Unser KI-Kodex wird noch in diesem Jahr fertig", sagte der Bosch-Aufsichtsratsvorsitzende Franz Fehrenbach. Bosch will binnen zwei Jahren die Zahl seiner KI-Experten auf 4.000 vervierfachen. Bald sollen alle Bosch-Produkte nicht nur vernetzbar sein, sondern auch Teile von KI ent halten.
© 2019 dts Nachrichtenagentur