
Dagegen ging die Siegesserie von Aufsteiger Köln nach zuletzt vier Erfolgen zu Ende. Neuzugang Mark Uth (65.) erzielte das FC-Tor.
Der BVB hätte kaum besser starten können. Eine starke Kombination über Mats Hummels, Reus und Sancho schloss Guerreiro nach 52 Sekunden gekonnt ab. Die Gäste, die in ihrer langen Vereinsgeschichte in der Bundesliga nur sechsmal und letztmals vor fast 29 Jahren in Dortmund gewonnen haben, versuchten zwar umgehend zu kontern. Doch Jan Uwe Thielmann vergab die große Chance zum Ausgleich (3.). In der gesamten ersten Halbzeit brachte Köln kaum mehr zustande.
FC-Trainer Markus Gisdol hatte vor der Partie noch gescherzt, vor allem wegen Haaland den Mannschaftsbus vor das Kölner Tor platzieren zu können. Der 19 Jahre alte Norweger kam allerdings erst in der 65. Minute auf den Platz. "Wir haben einen Plan mit ihm", sagte Favre beim Streamingdienst DAZN über den in Augsburg dreimal erfolgreichen Neuzugang.
Der in der Offensive gewohnt ballsichere BVB blieb mit der Führung im Rücken spielbestimmend. Reus prüfte mit einem Freistoß FC-Keeper Timo Horn (14.), der in der Partie mehrmals eingreifen musste. Hummels traf bei der anschließenden Ecke mit dem Kopf die Latte. In der Abwehr setzte Favre trotz der schlechten Erfahrungen beim 5:3-Spektakel am vergangenen Wochenende erneut auf eine Dreierkette, die in der zweiten Halbzeit wackliger agierte.
Der FC, der mit der gleichen Startelf wie beim 3:1 gegen den VfL Wolfsburg antrat, konnte nur phasenweise an die starken Auftritte der vergangenen Wochen anschließen. Die BVB-Abwehr hatte die Kölner Offensive um Uth und Jhon Cordoba gut eine Stunde absolut im Griff. Hummels überzeugte zudem als Vorlagengeber. Einen überragenden Pass des 31-Jährigen über gut 60 Meter verwertete Reus, der ganz knapp nicht im Abseits stand, zum 2:0.
"Wenn wir den Anschlusstreffer hinbekommen relativ schnell, können wir wieder ins Spiel kommen. Aber das ist schwierig in Dortmund", sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle in der Halbzeitpause. Sancho machte diese Hoffnung mit seinem Treffer nach simpler Körpertäuschung im Strafraum zunächst zunichte. Uth traf in einer kurzen Schwächephase der Gastgeber, bei denen Haaland sofort für Gefahr sorgte - und für die endgültige Entscheidung sorgte./bue/DP/he
© 2020 dpa-AFX