
Vertreter der vier großen Lebensmittelhändler treffen am Montag mit Merkel, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesagrarministerin Julia Klöckner zusammen, um über faire Lebensmittelpreise zu diskutieren.
"Der Einkaufsmacht von Industrie und Handel muss eine Angebotsmacht der Landwirte gegenübergestellt werden", sagte Ex-Verbraucherministerin Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) dem Tagesspiegel. Heute würden die großen Player der Lebensmittelindustrie und des Lebensmittelhandels die Preise diktieren. "Milch und Fleisch werden oft zu Dumping-Preisen verkauft, die Landwirte zahlen drauf", kritisierte sie mit Blick auf die Bauernproteste.
Um das Tierwohl zu verbessern, soll der Handel "auf Werbung für Fleisch zu Dumpingpreisen zu verzichten", sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Stephanie Töwe der Zeitung. Der Lebensmittelhandelsverband lehnt das jedoch ab. "Sonderangebote gehören zur Preispolitik und damit zum 1x1 der Betriebswirtschaft", sagte Verbandspräsident Friedhelm Dornseifer dem Tagesspiegel. Man könne über die Höhe von Aktionspreisen anderer Auffassung sein. "Aber wie will man allgemeingültig festlegen, was anständig ist und was nicht?"
https://www.tagesspiegel.de/politik/lebensmittel-sollen-teurer-werden-warum-die-bundesregierung-discounter-zu-hoeheren-preisen-draengen-will/25499210.html
Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:
Der Tagesspiegel, Newsroom, Telefon: 030/29021-14908
Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chefin vom Dienst
Patricia Wolf
Telefon: 030-29021 14013
E-Mail: cvd@tagesspiegel.de
Original-Content von: Der Tagesspiegel, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/2790/4508559
© 2020 news aktuell