
Das ist natürlich Unsinn und ein schizophrener Akt des Selbstbetrugs. Es wird niemals hundertprozentige Sicherheit im Internet geben. Wer das glaubt, kann auch gleich dem Nächstbesten auf der Straße die Geheimzahl seiner Girokarte verraten. Was geht, ist der permanente Versuch, sich zu vergegenwärtigen, was das Internet sein kann - eine unerschöpfliche Wissensquelle, ein Ort der schnellen Kommunikation auch über große Entfernungen, ein Element der Beschleunigung, das Raum und Zeit schaffen kann für andere Dinge im Leben. Aber auch ein Ort, an dem Hassparolen ausgebreitet, Menschen gemobbt, pädophile Inhalte verbreitet werden. An dem Rassismus gesät wird, an dem Cyberkriminelle arglose Opfer in Betrugsfallen locken.
Ja, könnten Sie jetzt sagen, das wissen wir doch alles schon seit langer Zeit. Aber je mehr Menschen sich der Chancen und Gefahren bewusst sind, welche im weltweiten Datennetz stecken, je sorgsamer sie mit ihren Daten umgehen, ihre Kontakte wählen und kriminelle Inhalte sofort melden, desto mehr Sinn macht ein Safer Internet Day am Dienstag als Datum der Ermahnung. Ansonsten verkommt er zu einem der unnützen Gedenk- und Aktionstage, von denen es schon viel zu viele gibt.
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