
Der Ausstieg aus Kohle und Kernkraft sei für Wirtschaft und Verbraucher schon ein "enormer finanzieller Kraftakt", sagte Theurer weiter. Komme aber nun auch noch eine Klagewelle gegen den Bau des Tesla-Werks hinzu, sei der Industriestandort lahmgelegt. Solche Klagen bedrohten Arbeitsplätze, Wertschöpfung und damit auch die finanzielle Basis für den dringend erforderlichen Klimaschutz.
"Übertriebener Klagewahn führt in eine ökonomische und ökologische Sackgasse", warnte der FDP-Politiker. Hintergrund ist der letztlich gescheiterte Versuch zweier Naturschutzvereine, die Rodung auf dem Gelände der geplanten Fabrik zu stoppen. Theurer forderte das Land Brandenburg und die Bundesregierung auf, "mit gemeinsamen Initiativen die Vorteile der Tesla-Fabrik viel stärker zu kommunizieren". Hier müsse die Politik "Überzeugungsarbeit" leisten.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) müsse zudem "neue Wege aufzeigen, wie wir mit innovativen Ansätzen Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und vereinfachen können". "Gesetzgeberischer Handlungsbedarf zur Beschneidung der Klagemöglichkeiten sollte allenfalls die Ultima Ratio sein", betonte Theurer. "Diese Konfrontation mit Umwelt-, Natur-, Verbraucherverbänden sollte vermieden werden."
© 2020 dts Nachrichtenagentur