
"Am vergangenen Mittwoch hat der Antisemitismus ein neues Ausmaß erreicht", so Elie Rosen, Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz. "Leider ist Graz kein Einzelfall, er bestätige eine europaweite Entwicklung", so Rosen tief betroffen über den Vorfall. Der Chef der Grazer Jüdischen Gemeinde wirft der Gesellschaft und Politik vor, dass sie nach solchen Vorfällen eher beschwichtige und den Antisemitismus nicht aktiv bekämpft.
Auf den zunehmend offener und sichtbarer werdenden Antisemitismus in der steirischen Landeshauptstadt, hat die Grazer Jüdische Gemeinde in den letzten Monaten bereits mehrfach öffentlich hingewiesen. Auch hat sie in diesem Zusammenhang die Agitation propalästinensischer beziehungsweise BDS-naher Gruppen aufgezeigt.
In Deutschland war zuletzt 2018 bei Antisemitismus ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von etwa 20 Prozent zu verzeichnen. Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle forderte der deutsche Antisemitismusbeauftragte Felix Klein härtere Strafen für antisemitische Taten und dringend eine neue Strategie gegen Judenfeindlichkeit.
Die steirische Landeshauptstadt Graz ist heute mit über 150 Mitgliedern Sitz der zweitgrößten jüdischen Gemeinde Österreichs.
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