
Die Regierung hatte am Freitag ein umfassendes Paket auf den Weg gebracht unter anderem mit unbegrenzten Liquiditätshilfen für betroffene Unternehmen. Ziel all dieser Entscheidungen sei es zu verhindern, dass durch die Corona-Krise Unternehmen in Deutschland in Insolvenz geraten oder Arbeitsplätze verloren gehen. Merkel hatte vor dem Treffen gesagt, die Maßnahmen seien einzigartig.
Industriepräsident Dieter Kempf sagte, die Bundesregierung habe das Richtige getan. "Das Risiko einer Rezession steigt von Tag zu Tag. Umso wichtiger ist, dass die Bundeskanzlerin sich dafür einsetzt, die Krisenphase mit Überbrückungshilfen und gutem Krisenmanagement schnellstmöglich zu überwinden." Das verkündete Paket enthalte viele Elemente für die jetzige und für bevorstehende Herausforderungen.
"Es erlaubt, voraussichtlich jedes mögliche Finanzierungsproblem in Unternehmen anzugehen", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie. "Lobenswert ist, dass die Regierung vorab keine finanziellen Grenzen aufzeigt. Somit braucht keine Sorge um endliche Mittel und ein Windhundrennen aufzukommen."
Die erleichterte Gewährung von Steuerstundungen und der Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen seien grundsätzlich zu begrüßen. "Zusätzlich finde ich es wünschenswert, die unbürokratische Erstattung von Entgeltfortzahlungen zu ermöglichen, wenn sich Arbeitnehmer durch behördliche Anordnung in Quarantäne befinden."/hoe/DP/fba
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