
Man müsse "zum Beispiel im Hinblick auf die Produktion von Daseinsvorsorge wieder mehr im europäischen Kontext denken und nicht weltweit", so der Medizinethiker. Er kritisiert die "Rationierung" des Gesundheitswesens, "also eine Verknappung von entsprechenden Strukturen". Dies betreffe neben Pflegepersonal und Ärzten auch viele andere medizinische Berufe, wie Physiotherapeuten und Menschen im Labor.
"Überall hat man gedacht, das wird alles technologisiert, das können wir alles outsourcen. Und da haben wir eben einen wirklichen Denkfehler." Den müsse man jetzt ändern, darauf müsse man jetzt reagieren, "und dann hoffe ich, dass wir a) durch diese Krise gut durchkommen und b) für weitere Krisen besser gewappnet sind".
© 2020 dts Nachrichtenagentur