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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Talfahrt in den Mai - Amazon sehr schwach, Apple stabil

Finanznachrichten News

Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Börsen haben zum Start in den Mai ihre Talfahrt vom Vortag beschleunigt fortgesetzt. Der Mai gilt mit der berüchtigten Börsenweisheit "Sell in May and go away" gemeinhin als schwieriger Börsenmonat.

Neben den bekannten Konjunktursorgen kochte das Thema Handelsstreit als zusätzlicher Belastungsfaktor hoch. US-Präsident Donald Trump hat China im Streit um den Ursprung der Coronavirus-Pandemie mit neuen Strafzöllen gedroht. Ihm lägen Informationen vor, dass das Virus aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stammen könne, hatte Trump gesagt. Die Washington Post berichtete, auf US-Seite würden Überlegungen zu Sanktionen gegen China angestellt wegen dessen Umgang mit der Pandemie.

Nach der rasanten Erholung der Kurse im April fiel der Auftakt des neuen Monats ernüchternd aus. Der Dow-Jones-Index verlor 2,6 Prozent auf 23.723 Punkte. S&P-500-Index und die Nasdaq-Indizes gaben sogar um bis zu 3,2 Prozent noch stärker nach. Am US-Anleihemarkt stiegen die Kurse, die Renditen geben also nach. Im April hatte sich der Dow um gut 11 Prozent erholt nach dem Absturz im Zuge der Corona-Pandemie, für den Nasdaq-Composite war es sogar um über 15 Prozent wieder nach oben gegangen.

Den nur 401 (Donnerstag: 796) Kursgewinnern an der NYSE standen am Freitag 2.568 (2.169) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 39 (44) Aktien.

Laut Marktstratege Mike Bell von JP Morgan Asset spiegelt die jüngste Rally am Aktienmarkt nicht das düstere Bild für die US-Wirtschaft wider. Es sei nicht auszuschließen, dass das nachhaltige Wiederanlaufen des öffentlichen Lebens länger auf sich warten lassen könnte als viele das derzeit hofften. Der Präsident der US-Notenbankfiliale von St. Louis, James Bullard, warnte davor, dass ein längerer Stillstand der US-Wirtschaft zu dauerhaftem, tiefem Schaden führen könne.

Neue, tendenziell günstig ausgefallene Konjunkturdaten verpufften weitgehend. Unter anderem hat sich die Aktivität in der US-Industrie im April zwar extrem verlangsamt, aber Volkswirte hatten noch schlimmeres befürchtet.

Apple widerstandsfähig - Amazon-Aktie im Sinkflug 

Auf Unternehmensseite gaben die Quartalsberichte von Apple und Amazon einen weiteren Einblick in die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Amazon profitierte zwar davon, dass viele Menschen zu Hause bleiben müssen und mehr online bestellen - der Umsatz stieg auf ein Rekordniveau. Allerdings fiel der Gewinn enttäuschend aus. Er wurde belastet von höheren Kosten, unter anderem für die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter zur Bewältigung der Auftragsflut.

Auf die Stimmung für die Aktie könnte auch gedrückt haben, dass der US-Kongress Amazon-Gründer Jeff Bezos zu den Wettbewerbspraktiken des Online-Händlers befragen will. Hintergrund sind Vorwürfe, Amazon könnte Daten von Dritthändlern auf seiner Plattform auswerten, um eigene Produkte zu entwerfen. Die Amazon-Aktie ging 7,6 Prozent tiefer aus dem Tag. Seit Jahresbeginn hat sie allerdings um rund 30 Prozent zugelegt.

Apple hielten sich besser als der breite Markt, sie gaben um 1,6 Prozent nach auf 289,0 Dollar. Der iPhone-Hersteller hat trotz der Schließung von Fabriken und Umsatzrückgängen in China etwas mehr erlöst als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn ging zwar um rund 3 Prozent auf 11,25 Milliarden Dollar zurück, übertraf aber ebenso wie der Umsatz die Analystenschätzungen. Apple kündigte zudem an, das laufende Aktienrückkaufprogramm um 50 Milliarden Dollar aufzustocken, außerdem wird die Quartalsdividende um 6 Prozent erhöht. Ein Wermutstropfen war, dass Apple einen Ausblick erstmals seit Jahren ablehnt.

Analystenseitig hagelte es auf den Quartalsbericht Kurszielerhöhungen. Unter anderem nahm Morgan Stanley das Ziel von 298 auf 326 Dollar hoch und JPM von 335 auf 350 Dollar.

Geschäftszahlen gab es auch von den Ölriesen Chevron und Exxon. Chevron berichtete einen kleinen Gewinnanstieg und warnte vor Belastungen der Ergebnisse in den kommenden Quartalen. Exxon Mobil rutschte nach einer milliardenschweren Abschreibung in die roten Zahlen. Chevron verloren 2,8, Exxon 7,2 Prozent.

Die Ölpreise zeigten sich uneinheitlich. US-Öl zog deutlich an um fast 5 Prozent, während sich Brentöl etwas verbilligte. Die Zahl der aktiven Ölförderstellen in den USA ist in der zurückliegenden Woche um 53 gesunken auf insgesamt noch 325. Es war bereits der siebte Wochenrückgang in Folge. Ende März waren mit 664 Stellen noch gut doppelt so viele im Einsatz.

Im Pharmasektor gewannen Abbvie nach dem Quartalsbericht 0,8 Prozent. Ein höherer Absatz von Medikamenten hatte dem Unternehmen einen Umsatzanstieg beschert und einen Gewinn von 3,01 Milliarden Dollar.

United Airlines und Tesla verlieren zweistellig 

Um 10 Prozent südwärts ging es für United Airlines Holdings, auch wenn die Fluglinie einen geringer als befürchteten Verlust im abgelaufenen Quartal eingefahren hat. Das Unternehmen sprach von der schlimmsten Krise seit Bestehen der zivilen Luftfahrt.

Die Tesla-Aktie knickte um gut 10 Prozent ein. Hier drückte, dass Tesla-Chef Elon Musk via Tweet den eigenen Aktienkurs als seiner Meinung nach "zu hoch" bezeichnete.

Western Digital rutschten um 12,2 Prozent ab, nachdem der Hersteller von Speichermedien unerwartet die Dividende aussetzte, um sein Bilanz zu stärken.

Für Gilead Sciences ging es um 4,8 Prozent abwärts, nachdem gleich drei Analysten das Papier heruntergestuft hatten. Unter anderem wurde zur Begründung auf Unklarheit verwiesen, was den kommerziellen Erfolg des Medikaments Remdesivir zur Behandlung des Covid-19-Virus betrifft.

INDEX                 zuletzt      +/- %     absolut      +/- % YTD 
DJIA                23.723,69      -2,56     -622,03         -16,87 
S&P-500              2.830,71      -2,81      -81,72         -12,38 
Nasdaq-Comp.         8.604,95      -3,20     -284,60          -4,10 
Nasdaq-100           8.718,18      -3,14     -282,33          -0,17 
 
US-Anleihen 
Laufzeit              Rendite   Bp zu VT  Rendite VT      +/-Bp YTD 
2 Jahre                  0,20        1,2        0,19         -100,2 
5 Jahre                  0,35       -1,3        0,37         -157,1 
7 Jahre                  0,53       -0,8        0,54         -172,0 
10 Jahre                 0,63       -1,3        0,64         -181,5 
30 Jahre                 1,26       -2,4        1,28         -180,7 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %    Do, 8:24  Mi, 17:38 Uhr   % YTD 
EUR/USD                1,0978     +0,24%      1,0866         1,0848   -2,1% 
EUR/JPY                117,32     -0,04%      115,66         115,74   -3,8% 
EUR/CHF                1,0553     -0,25%      1,0587         1,0572   -2,8% 
EUR/GBP                0,8776     +0,93%      0,8713         0,8731   +3,7% 
USD/JPY                106,87     -0,27%      106,60         106,68   -1,8% 
GBP/USD                1,2508     -0,69%      1,2471         1,2426   -5,6% 
USD/CNH (Offshore)     7,1400     +0,80%      7,0566         7,0812   +2,5% 
Bitcoin 
BTC/USD              8.735,51     -0,33%    9.274,51       8.344,76  +21,2% 
 
ROHOEL                zuletzt  VT-Settl.       +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               19,76      18,84       +4,9%           0,92  -66,8% 
Brent/ICE               26,45      26,48       -0,1%          -0,03  -58,4% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag       +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.699,33   1.685,05       +0,8%         +14,28  +12,0% 
Silber (Spot)           14,96      15,05       -0,6%          -0,09  -16,2% 
Platin (Spot)          765,60     777,05       -1,5%         -11,45  -20,7% 
Kupfer-Future            2,31       2,35       -1,7%          -0,04  -17,6% 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

(END) Dow Jones Newswires

May 01, 2020 16:12 ET (20:12 GMT)

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© 2020 Dow Jones News
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