
Dafür nimmt der Vizekanzler den Streit mit dem Koalitionspartner und den Bundesländern bewusst in Kauf. Und Scholz weiß natürlich auch um den Haken seiner Idee: Denn am Ende könnten sich gerade die Städte und Gemeinden betrogen fühlen, die über viele Jahre hinweg solide und sparsam gewirtschaftet haben.
"Wir brauchen ein nicht-eifersüchtiges Land", hatte der Finanzminister einst gemahnt. Damit hat er Recht, doch verkennt sein Wunsch die Wirklichkeit. Hier denkt jeder - und nicht nur Bayern - zuerst an sich. Hinzu kommt: Für den Scholz-Plan bedürfte es einer Verfassungsänderung durch den Bundestag und den Bundesrat.
Schon spricht Eckhardt Rehberg, haushaltspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, von einem "rein parteipolitischen Vorstoß". Das ist ein schlechtes Zeichen - nicht nur für Olaf Scholz, sondern vor allem für die dramatisch verschuldeten Kommunen.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/66306/4599242
© 2020 news aktuell