
Auch die Absage Merkels an einen physischen G7-Gipfel noch vor dem Sommer habe er offenkundig nicht goutiert. Problematisch sei, dass er US-Bündnis- und Sicherheitsinteressen hintenanstelle. Die US-Truppen in Deutschland dienten nicht nur der Bündnisverteidigung, sondern sind unter anderem logistische Drehscheibe für das US-Engagement in anderen Weltteilen. "Vieles lässt sich nicht so ohne weiteres abbauen, das zeigt auch die sehr zurückhaltende Reaktion des US-Militärs."
Die US-Soldaten seien und blieben herzlich willkommen in Deutschland. "Für uns muss aber klar sein: als Europäer müssen wir mehr für unsere eigene Sicherheit tun", so Hardt. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, US-Präsident Donald Trump wolle einen Teil der in Deutschland stationierten US-Truppen abziehen. Offenbar plane das Weiße Haus der Zeitung zufolge, 9.500 US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen.
Ein Teil von ihnen werde nach Polen und in andere verbündete Staaten verlegt, ein anderer Teil kehre in die USA zurück, schrieb das Blatt.
© 2020 dts Nachrichtenagentur