
Mit der nur in Deutschland geltenden 50+1-Regel soll sichergestellt werden, dass Vereine das Sagen in ihren Profiabteilungen behalten, wenn sie diese in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert haben, und nicht die Stimmmehrheit an einen Investor verlieren. Im Juni hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) bei der Auktion der Medienrechte für die Saisons 2021 bis 2025 insgesamt 4,4 Milliarden Euro erlöst. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Krise wird derzeit über eine andere Verteilung der Gelder diskutiert.
Rettig sieht in der seiner Meinung nach "ungleichen Verteilung" die Gefahr, dass die Clubs zu den Investoren getrieben werden. "Du kriegst immer mehr Geld aus dem Topf, je besser du dich platzierst. Das führt zu dem Rattenrennen, das wir kennen: Du musst mehr Gelder generieren, damit du an diese Fleischtöpfe kommst", meinte der ehemalige DFL-Manager. Das System treibe einen Club-Manager dazu, "unvernünftige Dinge zu tun"./clu/DP/zb
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