
Und wie sieht es in der praktischen Umsetzung aus? Nachhaltig ignorant. So kam, was kommen musste. Ein Beitrag des Verbands wird derzeit im Internet zerrissen. Darin hat man kundgetan, dass sich die Nationalmannschaft für die Wegstrecke von Stuttgart nach Basel für einen Flug entschieden hat. Wohlgemerkt: Es geht um 250 Kilometer, also im aller ungünstigsten Fall drei Stunden Fahrt mit Bus oder Bahn, was gewiss deutlich umweltschonender gewesen wäre. Am Ende ist es bequemer, den geringsten Widerstand zu gehen. Aber gerade die Nationalmannschaft ist eben mehr. Sie ist Vorbild und kann für ein Umdenken sorgen.
Nun ist der DFB ein leichtes Ziel für Spott und Häme. Aber er liefert auch mit einiger Verlässlichkeit immer wieder Angriffsflächen. Es geht um Anspruch und Wirklichkeit. In der Blase Spitzenfußball lebt es sich einfach zu gemütlich, als dass grundsätzliche Änderungen mit dem alten Personal zu erwarten wären. Als Verband muss man sich gleichwohl nicht wundern, wenn man irgendwann einfach nicht mehr ernst genommen wird. Es geht weniger um diesen einen Flug von A nach B, als um eine abgehobene Grundhaltung.
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