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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Finanznachrichten News

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA I

Bayer hat sich im Rechtsstreit über die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat in den USA mit den Klägeranwälten auf ein neues Verfahren zur Abwicklung und Beilegung künftiger Fälle geeinigt. Das ausgehandelte Class Settlement Agreement werde im Tagesverlauf zur vorläufigen Genehmigung beim zuständigen Richter eingereicht, teilte der Pharma- und Agrarchemiekonzern mit. Der Richter ist für eine Reihe exemplarischer Verfahren zuständig und muss deshalb auch über die Zukunftslösung befinden. Eine erste im vergangenen Juni erzielte Vereinbarung war an seinem Veto gescheitert. Der Richter hatte vor allem Bedenken gegen die Lösung, dass ein Wissenschaftspanel abschließend über die Frage entscheiden sollte, ob glyphosathaltige Mittel tatsächlich wie von den Klägern behauptet Lymphdrüsenkrebs verursachen kann. Die nun erzielte Einigung sieht zwar ebenfalls ein wissenschaftliches Beratungsgremium vor, dessen Erkenntnisse wären allerdings für Gerichte nicht bindend. Die Erkenntnisse könnten aber als Beweismittel in die Gerichtsverfahren einfließen, hieß es von Bayer. Für die künftigen Kläger wird es einen Fonds geben, aus dem in den nächsten vier Jahren Kompensationszahlungen geleistet werden. Insgesamt bis zu 2 Milliarden Dollar stellt Bayer zur Lösung der zukünftigen Fälle bereit. Diese Summe ist seit Herbst bekannt, der Konzern hat dafür bereits Rückstellungen gebildet. Die Beilegung der bisher schon anhängigen Glyphosat-Verfahren ist noch weitaus teurer. Bis zu 11,6 Milliarden Dollar kostet es Bayer nach derzeitigem Stand insgesamt, aktuelle und künftige Kläger zu befrieden.

TAGESTHEMA II

Die Deutsche Bank hat 2020 einen Jahresgewinn geschafft. Die Bank verdiente sie vor Steuern gut 1 Milliarde Euro, nachdem sie im Vorjahr wegen des laufenden Konzernumbaus einen Verlust von 2,6 Milliarden Euro vor Steuern eingefahren hatte. Auch das vierte Quartal war entgegen den Erwartungen der Analysten profitabel. So erzielte die Bank im Schlussquartal einen Vorsteuergewinn von 175 Millionen Euro nach einem Verlust von 1,3 Milliarden im Vorjahr. Analysten hatten in einem von der Bank selbst zusammengestellten Konsens mit einem Vorsteuerverlust von 39 Millionen Euro gerechnet. Die Bank steigerte die Erträge leicht, wobei sie von einem sehr starken Investmentbanking profitierte. Die Risikovorsorge stieg nur noch leicht.

BERICHTET   PROG   PROG 
4. QUARTAL                       4Q20  ggVj   4Q20   ggVj   4Q19 
Erträge                         5.453   +2%  5.466    +2%  5.349 
Erträge Sales & Trading (FIC)   1.382  +17%  1.391   +18%  1.181 
Erträge Investmentbank          1.888  +24%  1.827   +20%  1.525 
Zinsunabhängige Aufwendungen    5.027  -21%  5.140   -20%  6.395 
Zinsüberschuss                  2.565  -21%     --     --  3.266 
Kosten bereinigt                4.896  -14%  4.805   -16%  5.709 
Risikovorsorge                    251   +2%    357   +45%    247 
Ergebnis vor Steuern              175    --    -39     -- -1.293 
Ergebnis nach Steuern             189    --   -168     -- -1.483 
Ergebnis nach Steuern/Dritten     147    --   -215     -- -1.518 
Ergebnis je Aktie verwässert     0,07    --  -0,17     --  -0,72 

- in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro

AUSBLICK UNTERNEHMEN

INFINEON (07:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen zum ersten Geschäftsquartal 2020/21 (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, nach IFRS):

PROG  PROG  PROG 
1. QUARTAL                      1Q20/21  ggVj  Zahl 1Q19/20 
Gesamtumsatz                      2.571  +34%    23   1.916 
Segmentergebnis                     414  +39%    23     297 
Ergebnis nach Steuern/Dritten       209 -0,5%    23     210 
Ergebnis je Aktie                  0,16    --    23    0,16 
Ergebnis je Aktie bereinigt        0,23  +35%    23    0,17 
Umsatz Automotive                 1.131  +36%    23     829 
Umsatz Industrial Power Control     354   +6%    23     334 
Umsatz Power & Sensor Systems       753  +27%    23     593 
Umsatz Connected Secure Systems     330 +109%    23     158 
Ergebnis Automotive                 112  +67%    23      67 
Ergebnis Industrial Power Control    69  +11%    23      62 
Ergebnis Power & Sensor Systems     191  +31%    23     146 
Ergebnis Connected Secure Systems    41  +86%    23      22 
 

COMPUGROUP (08:00)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das vierte Quartal 2020 (in Millionen Euro, nach IFRS):

PROG  PROG  PROG 
4. QUARTAL                     4Q20  ggVj  Zahl   4Q19 
Umsatz                          251  +22%     3    206 
EBITDA                           64  +24%     3     52 
 

Weitere Termine:

07:00 DE/DWS Group GmbH & Co KGaA, Ergebnis 4Q

07:00 CH/Roche Holding AG, Jahresergebnis

07:00 FI/Nokia Corp, Ergebnis 4Q

07:00 NL/TomTom NV, Ergebnis 4Q

07:30 DE/Hannover Rück SE, Ergebnis der Vertragserneuerungsrunde

sowie Zwischenbereicht zum Geschäftsjahr 2020

08:00 DE/Verbio Vereinigte BioEnergie AG, Ergebnis 1H

08:00 NL/Royal Dutch Shell plc, Ergebnis 4Q

08:00 GB/Unilever plc, Jahresergebnis

08:00 GB/BT Group plc, Ergebnis 3Q

08:00 SE/Vattenfall AB, Ergebnis 4Q (10:00 Telefonkonferenz)

09:20 DE/Auto1 Group SE, Erstnotiz im Prime Standard der Ffm Wertpapierbörse

12:00 DE/Robert Bosch GmbH, Jahresergebnis

12:45 US/Merck & Co Inc, Ergebnis 4Q

13:00 US/Philip Morris International Inc, Ergebnis 4Q

13:30 US/Intercontinental Exchange Inc, Ergebnis 4Q

17:45 IT/Enel SpA, Jahresergebnis

22:01 US/T-Mobile US Inc, Ergebnis 4Q

22:05 US/Ford Motor Co, Ergebnis 4Q

22:15 US/News Corp Ltd, Ergebnis 2Q

Mögliche vorgezogene Termine - auf Basis des Vorjahres geschätzt:

- DE/Washtec AG, Jahresergebnis

DIVIDENDENABSCHLAG

Siemens: 3,50 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- EU 
    11:00 Einzelhandelsumsatz Dezember 
          Eurozone 
          PROGNOSE: +0,5% gg Vm 
          zuvor:    -6,1% gg Vm 
- GB 
    13:00 BoE, Ergebnis und Protokoll der Sitzung des 
          geldpolitischen Rats sowie Geldpolitischer Bericht 
          Bank Rate 
          PROGNOSE: 0,10% 
          zuvor:    0,10% 
          Kaufprogramm 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:    895 Mrd GBP 
- US 
    14:30 Produktivität ex Agrar 4Q (1. Veröffentlichung) 
          annualisiert 
          PROGNOSE:   -2,8% gg Vq 
          3. Quartal: +4,6% gg Vq 
          Lohnstückkosten 
          PROGNOSE:   +5,0% gg Vq 
          3. Quartal: -6,6% gg Vq 
 
    14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
          PROGNOSE: 830.000 
          zuvor:    847.000 
 
    16:00 Auftragseingang Industrie Dezember 
          PROGNOSE: +0,7% gg Vm 
          zuvor:    +1,0% gg Vm 
 

AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN

10:30 ES/Auktion 0,00-prozentigen Anleihen mit Laufzeit Mai 2024 
         Auktion 0,00-prozentigen Anleihen mit Laufzeit Januar 2026 
         Auktion 0,10-prozentigen Anleihen mit Laufzeit April 2031 
         Auktion 0,70-prozentigen inflationsindexierte Anleihen 
         mit Laufzeit November 2033 
         im Gesamtvolumen von 5 Mrd bis 6 Mrd EUR 
 
10:50 FR/Auktion 0,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2030 
         Auktion 1,25-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Mai 2036 
         Auktion 1,75-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Juni 2039 
         Auktion 0,75-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Mai 2052 
         im Gesamtvolumen von 10 bis 11 Mrd EUR 
 
11:00 SE/Auktion 0,125-prozentiger inflationsindexierte Anleihen 
         mit Laufzeit Dezember 2027 im Volumen von 1,25 Mrd SEK 
 
11:30 HU/Auktion 1,50-prozentiger Anleihen mit Laufzeit April 2026 
         im Volumen von 30 Mrd HUF 
         Auktion 2,25-prozentiger Anleihen mit Laufzeit April 2033 
         im Volumen von 30 Mrd HUF 
         Auktion 3,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit April 2041 
         im Volumen von 10 Mrd HUF 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
INDEX                       Stand  +/-  % 
DAX-Future              13.924,00   -0,24 
S&P-500-Indikation       3.825,75   -0,36 
Nasdaq-100-Indikation   13.402,50   -0,18 
Nikkei-225              28.341,95   -1,06 
Schanghai-Composite      3.506,04   -0,32 
                                  +/- Ticks 
Bund -Future             176,32%     -6 
 
Vortag: 
INDEX            Schluss      +/- % 
DAX            13.933,63       0,71 
DAX-Future     13.957,00       0,64 
XDAX           13.965,04       0,65 
MDAX           32.193,65       0,49 
TecDAX          3.495,76       0,47 
EuroStoxx50     3.609,75       0,54 
Stoxx50         3.158,28       0,37 
Dow-Jones      30.723,60       0,12 
S&P-500-Index   3.830,17       0,10 
Nasdaq-Comp.   13.610,54      -0,02 
EUREX            zuletzt  +/- Ticks 
Bund-Future    176,38%        -37 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: "Die Konsolidierung ist noch nicht vorbei", so ein Marktteilnehmer. Belastet werde die Stimmung von den schwächeren Vorlagen aus Asien, aber auch vom festen Dollar. Der feste Dollar führe zu Kapitalabzug aus Schwellenländern, aber auch aus der Eurozone. "Die Anleger nehmen Geld vom Tisch", so der Marktteilnehmer. "Auch wegen der Pandemie sind die Anleger vorsichtig", sagt er. In Japan seien die Zahlen vergleichsweise hoch. In der Eurozone wachse die Unsicherheit über die Dauer der Lockdowns, vor allem auch weil ungewiss sei, ob Lockerungen nicht schnell wieder zu steigenden Infektionszahlen führten. "Der Anstieg im DAX und Euro-Stoxx am Mittwoch war zudem stark von Daimler getrieben", sagt er weiter. Der positive Impuls von Daimler sollte nun aber abgearbeitet sein, meint er.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 04, 2021 01:40 ET (06:40 GMT)

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