
Kein Land der Welt würde einen solchen Angriff tolerieren. "Sie wissen das, und ich weiß das", so Israels Premier. Gleichzeitig dankte er US-Präsident Joe Biden für seine Unterstützung. Der hatte am Samstag erstmals seit seinem Amtsbeginn auch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas telefoniert.
Israel flog unterdessen erneut Angriffe auf den Gazastreifen, und bombardierte dabei auch ein Hochhaus, in dem unter anderem Büros der US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera untergebracht waren. Offenbar wurden die Journalisten vorher gewarnt und konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen, bevor es einstürzte. AP-Chef Gary Pruitt sagte, er sei "geschockt und entsetzt" und habe unter anderem das US-Außenministerium kontaktiert. Der jüngste Konflikt war am 6. Mai im Zuge einer erwarteten Gerichtsentscheidung ausgebrochen, bei der es um Zwangsräumungen von Palästinensern in Ost-Jerusalem ging.
In Israel wurden seitdem mindestens 11 Menschen getötet und fast 600 verletzt, auf palästinensischer Seite ist allein im Gazastreifen von 139 Toten und etwa 1.000 Verletzten die Rede. Darüber hinaus starben mindestens 15 Menschen bei Auseinandersetzungen im Westjordanland, ein Protestler in Ost-Jerusalem und zwei Personen an der Grenze zum Libanon, von wo aus auch einzelne Raketen in Richtung Israel abgeschossen wurden. Die Israelischen Streitkräfte haben mittlerweile über 2.000 Geschosse gezählt, die meisten davon konnten abgefangen werden.
© 2021 dts Nachrichtenagentur