
Eine neue Umfrage des Insa-Instituts für "Bild" hatte die AfD am Mittwoch erstmals als stärkste Kraft im Bundesland eingestuft. Mit 26 Prozent lag die in Teilen rechtsextreme Partei einen Punkt vor der CDU. SPD-Chef Walter-Borjans kritisierte, dass Teile der CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD in Erwägung zögen. "Ich werfe diesen Kräften in der CDU Opportunismus vor. Sie unterliegen dem falschen Schluss, mit dem Abkupfern bei der AfD selbst etwas gewinnen zu können." Dies habe auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erfahren müssen, "der erst rechts überholen wollte und es nun von der anderen - grünen - Seite versucht". Walter-Borjans betonte, für rechtschaffene Christdemokraten seien solche Flirts mit der AfD "ein Schlag ins Gesicht".
Der Sozialdemokrat warnte die CDU: "Wer aus taktischem Kalkül eine Zusammenarbeit mit der AfD einkalkuliert, um an der Macht zu bleiben, untergräbt das demokratische Fundament - und die Position seines Parteichefs Armin Laschet". Die Christdemokraten hätten vor 72 Jahren das Grundgesetz mit aufgesetzt, mit einer AfD-Zusammenarbeit würden sie sich "an der Verantwortung für das ganze Land versündigen", so Walter-Borjans. "Deshalb finde ich es unerträglich, dass sich CDU-Chef Armin Laschet jetzt so raushält - zum Schaden Sachsen-Anhalts und der Demokratie insgesamt."
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