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MÄRKTE USA/Wall Street startet freundlich in den August

DJ MÄRKTE USA/Wall Street startet freundlich in den August

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street startet am Montag freundlich in den August. Genannt werden gleich mehrere Kaufargumente zum Start, allerdings kommt der Aktienterminmarkt von den Tageshochs schon wieder zurück. Gestützt wird der Markt durch die US-Politik. Denn der US-Senat hat kurz vor seiner Sommerpause die Arbeit am Gesetzestext zum historischen Infrastrukturpaket von Präsident Joe Biden abgeschlossen. Am Markt steigt die Hoffnung, dass der Senat das Gesetz in wenigen Tagen verabschieden werde.

Zudem hat Fed-Vertreterin Lael Brainard geldpolitische Straffungen unmittelbar ausgeschlossen und diese erst mittelfristig in Aussicht gestellt. Und auch Übernahmen heben die Stimmung. Der Finanzdienstleister Square kauft den australischen Bezahldienstleister Afterpay für rund 29 Milliarden US-Dollar. Und zu guter Letzt scheint China auf die jüngsten schwächelnden Wirtschaftsdaten zu reagieren. Das Politbüro der KP signalisiert mehr Unterstützung für die Wirtschaft - der chinesische Aktienmarkt reagierte positiv. Kurz nach Handelsbeginn gewinnt der Dow-Jones-Index 0,7 Prozent auf 35.165 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite steigen um 0,2 bzw. 0,2 Prozent.

"Die Sterne stehen gut für die Aktienmärkte, denn zu einer hervorragenden Gewinnsaison gesellen sich rekordtiefe Realrenditen und die Hoffnung, dass der Kongress bald mehr fiskalischen Druck ausüben wird", sagt Investmentanalyst Marios Hadjikyriacos von XM.

Dollar schwächelt mit Fortsetzung der lockeren Geldpolitik 

Der Dollar neigt mit den Brainard-Aussagen zur Schwäche, der Dollarindex verliert 0,2 Prozent. Die Fed-Gouverneurin sieht aktuell noch nicht genügend Fortschritte für eine Straffung der US-Geldpolitik. Der Arbeitsmarkt werde wohl erst gegen Ende des Jahres einen wichtigen Schwellenwert erreichen. Die taubenhaften Einschätzungen belasten den Dollar, zumal sich auch Fed-Kollege Neel Kashkari eher taubenhaft äußerte.

Der Goldpreis fällt - trotz Dollarschwäche und Aussicht auf eine kurzfristig weiter lockere Geldpolitik. Anleger gingen eher ins Risiko, heißt es am Markt. Die Hoffnung auf chinesische Stimuli belastete die vermeintlich sicheren Häfen Gold und Dollar, heißt es.

Anders die Situation am Ölmarkt: Hier überwiegen die Sorgen über die schwächelnde Konjunktur in China mit den neuen Corona-Lockdowns. In China könnte die Erdölnachfrage leiden - genau zu dem Zeitpunkt, wenn die Opec ihre Förderung ausweite, so Händler zu den sinkenden Erdölpreisen. Auch am Rentenmarkt werden mit steigenden Notierungen Konjunktursorgen in China gespielt.

Square mit Deal sehr schwach 

Square steigen mit der Transaktion 6,7 Prozent. GE tendieren rein optisch über 722 Prozent höher. Das Unternehmen nimmt eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 8:1 vor. Die Zahl der ausstehenden Aktien verringert sich ab Montag auf 1,1 Milliarden von 8,8 Milliarden. Damit will sich das Unternehmen nach eigenen Angaben an die Vergleichsgruppe anpassen.

Carnival ziehen um 3 Prozent an. Die Kreuzfahrtreederei hat die ersten Kreuzfahrten nach längerer Corona-Pause erfolgreich absolviert. Walt Disney gewinnen 1,4 Prozent, der Film "Jungle Cruise" hat in Nordamerika ein vielversprechendes Debüt hingelegt. Marin Software fallen um 13,6 Prozent. Der Spezialist für Digitalwerbung berichtete von sinkenden Zweitquartalsumsätzen und rechnet mit weiteren Erlösrückgängen.

Vaxart ziehen um knapp 11 Prozent an. Das Biopharma-Unternehmen beginnt mit klinischen Studien für den Tablettenimpfstoffkandidat gegen Covid-19 in der zweiten Jahreshälfte.

=== 
INDEX         zuletzt   +/- %    absolut   +/- % YTD 
DJIA        35.164,59   +0,7%    229,12     +14,9% 
S&P-500       4.418,39   +0,5%     23,13     +17,6% 
Nasdaq-Comp.    14.707,51   +0,2%     34,83     +14,1% 
Nasdaq-100     14.967,57   +0,1%     7,68     +16,1% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite  Bp zu VT  Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre         0,18    -0,4     0,18      6,3 
5 Jahre         0,68    -1,1     0,69      32,2 
7 Jahre         0,99    -0,7     1,00      33,9 
10 Jahre         1,21    -1,8     1,23      29,2 
30 Jahre         1,89    -0,4     1,89      24,2 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Mo, 8:15 Uhr Fr, 17:25 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,1883   +0,1%    1,1873     1,1863  -2,7% 
EUR/JPY        130,10   -0,0%    130,22     130,20  +3,2% 
EUR/CHF        1,0755   +0,1%    1,0752     1,0748  -0,5% 
EUR/GBP        0,8543   +0,1%    0,8537     0,8527  -4,3% 
USD/JPY        109,50   -0,1%    109,68     109,75  +6,0% 
GBP/USD        1,3908   +0,1%    1,3902     1,3911  +1,8% 
USD/CNH (Offshore)   6,4626   -0,0%    6,4667     6,4630  -0,6% 
Bitcoin 
BTC/USD       39.460,76   -4,0%   39.656,26   39.039,76 +35,8% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        73,24   73,95     -1,0%     -0,71 +52,0% 
Brent/ICE        74,75   75,41     -0,9%     -0,66 +46,7% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.809,00  1.814,01     -0,3%     -5,02  -4,7% 
Silber (Spot)      25,39   25,49     -0,4%     -0,10  -3,8% 
Platin (Spot)    1.066,15  1.051,95     +1,3%     +14,20  -0,4% 
Kupfer-Future      4,50    4,48     +0,4%     +0,02 +27,6% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/raz

(END) Dow Jones Newswires

August 02, 2021 09:59 ET (13:59 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
Favoritenwechsel
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