
Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist eingebunden und steht in Kontakt mit dem Unternehmen. Das BSI hat zudem eine entsprechende Cyber-Sicherheitswarnung an andere Unternehmen und Organisationen der Mineralölwirtschaft herausgegeben, wie die Behörden mitteilten. Rosneft meldete den Vorfall am Freitag selbst dem BSI, wie aus Sicherheitskreisen zu vernehmen ist. Da das Unternehmen als wichtiger Energielieferant zu den Einrichtungen der sogenannten "Kritischen Infrastruktur" zählt, ist es zu einer solchen Meldung gesetzlich verpflichtet.
Zusätzlich hat die Firma Strafanzeige erstattet. Aus Sicherheitsgründen soll Rosneft seine Systeme vorerst vom Netz genommen haben - der Betrieb der Pipelines und der Raffinerien soll dadurch aber nicht eingeschränkt sein. Rosneft Deutschland war nach eigenen Angaben in den letzten Jahren für rund ein Viertel aller Rohölimporte nach Deutschland zuständig - und ist hierzulande an drei Raffinerien beteiligt. Geschäftsführer des russischen Mutterkonzerns ist Igor Setschin, ehemals stellvertretender Chef der Administration des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Aufsichtsratsvorsitzender ist Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).
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