
DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
LUFTHANSA - Die Lufthansa steigt offiziell in den Ring im Gefecht um eine Beteiligung der Alitalia-Nachfolgerin ITA. Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage der Börsen-Zeitung, dass die Airline zusammen mit der in Genf ansässigen Großreederei MSC eine Offerte für die Fluggesellschaft abgegeben hat. Finanzielle Details will Lufthansa nicht nennen, auch weil der Partner auf Verschwiegenheit pocht. Zuletzt war für die stark verkleinerte ehemalige Alitalia von einer Bewertung zwischen 1,2 Milliarden und 1,4 Milliarden Euro ausgegangen worden. Allerdings hatten die Italiener den Datenraum erst kürzlich geöffnet, so dass sich die bereits im Januar bekannt gewordenen Pläne verzögerten. (Börsen-Zeitung)
HUGO BOSS - Der Metzinger Modekonzern will langfristig genauso viel Frauen- wie Männermode verkaufen. In einem ersten Schritt soll der Umsatz mit Frauenmode bis 2025 auf 400 Millionen Euro verdoppelt werden. "Das Potenzial mit Frauenmode ist enorm, Frauen kaufen mehr Bekleidung als Männer", sagte Hugo-Boss-Vorstandschef Daniel Grieder. Derzeit setzt der Modekonzern mit Frauenmode nicht einmal jeden zehnten Euro um. (Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten)
DZ BANK - Die DZ Bank vollzieht im Firmenkundengeschäft die Anbindung an Industrie-4.0-Plattformen. Im Rahmen eines neuen Projektes zur individuellen Pay-per-Use-Abrechnung und Finanzierung habe man ein Abrechnungsmodell entwickelt, das die Prozessketten auf Industrieplattformen miteinander verzahnen könne, so die beiden DZ-Bank-Manager Philipp Praeckel und Nils Brinkhoff im Gespräch. Im Zahlungsverkehr würden die Transaktionen im Hintergrund über eine Blockchain abgewickelt, damit sei man bisher die einzige Bank in Deutschland, so Brinkhoff. Pay per Use verschafft Mittelständlern (mit Untergrenzen) eine gewisse Flexibilität in der Tilgung. (Börsen-Zeitung)
PCK SCHWEDT - Koalitionspolitiker bewerten das Interesse von Investoren an einer Übernahme der PCK-Raffinerie in Schwedt als positives Signal. Jede privatwirtschaftliche Lösung für den Eigentümerwechsel sei staatlichen Eingriffen immer vorzuziehen, sagte der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kruse. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat nach einer Änderung des Energiesicherungsgesetzes auch die Möglichkeit, die Raffinerie, die mehrheitlich Rosneft Deutschland, einer Tochter des russischen Rosneft-Konzerns, gehört, unter Treuhandschaft zu stellen oder Rosneft Deutschland zu enteignen. (Handelsblatt)
GRENKE - Die Grenke AG hat die mehrheitliche Übernahme ihrer Franchisefirmen in den USA und Singapur abgeschlossen. Verkäufer waren jeweils zwei zwischengeschaltete Gesellschaften, über die Firmengründer Wolfgang Grenke je 58 Prozent an den beiden Franchisegesellschaften gehalten hat. Die verbleibenden 42 Prozent liegen weiter beim lokalen Management, wie Grenke am Montag mitteilte. Für die erworbenen Anteile an beiden Ge-sellschaften wurde insgesamt ein Kaufpreis von rund 300. 000 Euro vereinbart. Grenke übernimmt damit die Mehrheit an den ersten beiden der 16 zum Kauf ausstehenden Franchisegesellschaften. (Börsen-Zeitung)
PERSONIO - Personio, eines der am höchsten bewerteten Startups in Deutschland, wagt seine zweite Übernahme. Der Personalsoftware-Spezialist übernimmt nach dem Kauf des spanischen Lohnabrechnungsspezialisten Rollbox vor drei Jahren nun das Berliner Software-Startup Back Technologies. "Viele unserer Kunden nutzen beide Produkte, wir können die Software von Back nun noch tiefer integrieren", sagte Personio-Gründer Hanno Renner. (Handelsblatt)
JP MORGAN - Die Corporate Banker von JP Morgan berichten von einem strammen Wachstum in Europa. Wie Marcus Hiseman, Head of EMEA Corporate Banking, sagt, sind die Erträge in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) in den beiden vergangenen Jahren um insgesamt 30 Prozent in die Höhe geklettert - in absoluten Zahlen beziffert die Bank ihren Ertrag in einzelnen Regionen nicht. Zum Vergleich: In der mit Umbaukosten sowie Gegenwind angesichts niedriger Zinsen kämpfenden Unternehmensbank der Deutschen Bank sind die Einnahmen im selben Zeitraum leicht gefallen. (Börsen-Zeitung)
HSBC - Nach einer umstrittenen Präsentation hat die britische Großbank HSBC den Leiter für verantwortungsvolles Investieren der hauseigenen Vermögensverwaltung suspendiert. Stuart Kirk hat bei einem Auftritt auf einer Konferenz in Zweifel gezogen, dass der Klimawandel Konsequenzen für die Finanzbranche und die Kapitalmärkte haben wird. Gleich drei Topmanager von HSBC versuchten klarzustellen, dass die Bank anderer Meinung ist. "Ich stimme überhaupt nicht mit diesen Bemerkungen überein", betonte HSBC-Chef Noel Quinn. (Handelsblatt)
DIDI - Die Aktionäre des chinesischen Taxivermittlers Didi haben am Montag das Delisting des Unternehmens von der New Yorker Börse (Nyse) besiegelt. Rund elf Monate nach dem Debakel um den Börsengang der Internetplattform beschlossen die Investoren, darunter Großaktionäre wie der japanische Investor Softbank, der chinesische Tech-Konzern Tencent und die US-Taxiplattform Uber, auf einer außerordentlichen Aktionärsversammlung in Peking, das Unternehmen "so schnell wie möglich" von der US-Börse zu nehmen. (Handelsblatt)
BOROUGE - Mit dem Börsengang des Kunststoffspezialisten Borouge erhoffen sich dessen Eigentümer einen Erlös von 2 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro). Borouge gehört dem österreichischen Kunststoffkonzern Borealis und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC). Der Angebotspreis sei mit 2,45 Dirham (0,67 Dollar) je Aktie festgelegt worden, teilte Borouge am Montag mit. Der Börsenaspirant kommt damit auf eine Bewertung von rund 20 Milliarden Dollar. Insgesamt sollen etwa drei Milliarden Aktien oder 10 Prozent des Aktienkapitals an der Börse in Abu Dhabi (ADX) notieren. (FAZ)
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May 24, 2022 01:07 ET (05:07 GMT)
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