
Sie sprechen sich zudem für ein Verbot von Nahrungsmittelspekulationen aus. "Essen gehört auf die Tische der Leute und nicht an die Börse", sagte Schirdewan der SZ. Die Linke verstehe sich als Partei der sozialen Gerechtigkeit, die sich für jene einsetze, "die arbeiten und kaum über die Runden kommen, für die Armutsbetroffenen", erklären die neuen Parteichefs. Nach ihrer Wahl an die Spitze der Linken auf dem Parteitag in Erfurt vor einer Woche erwarten die Parteichefs von internen Kritikern wie der früheren Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht, dass sie die Entscheidungen des Parteitags annehmen, auch wenn sie nicht ihren Vorstellungen entsprechen. "Bundestagsabgeordnete müssen auf Basis der Beschlüsse der Partei handeln, die sie in diese Parlamente entsendet hat", sagte Wissler der SZ. Die Linke brauche eine Bundestagsfraktion und einen Parteivorstand, "die sich als Team verstehen und weniger Ich-AGs".
Es sei wichtig, die Partei in ihrer Pluralität zu erhalten, aber Pluralität dürfe nicht in Wählerverwirrung enden. "Wenn jeder erzählt, was er will, können wir uns die demokratische Meinungsbildung auch sparen", sagte Wissler weiter.
© 2022 dts Nachrichtenagentur