
BRÜSSEL/FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Die europäischen Aktien dürften am Mittwoch höher eröffnen, nachdem der S&P 500 über Nacht einen weiteren Rekordschluss verzeichnet hat.
Die politischen Sorgen in Frankreich ließen nach: Die Parteien der Neuen Volksfront (NFP) beanspruchten, sie hätten das Recht zu regieren, und die Zentristen strebten eine Rolle an, da die Linke keine Mehrheit habe.
Die NFP gewann die meisten Sitze in der Nationalversammlung, verfehlte aber die absolute Mehrheit um etwa 100 Sitze. Die Zentristen von Präsident Emmanuel Macron kamen an zweiter Stelle und der rechtsextreme Rassemblement National (RN) an dritter Stelle.
Die asiatischen Märkte handelten uneinheitlich, nachdem der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, seine Vorsicht bei den Zinsen bekräftigte und sagte, dass eine hohe Inflation ein Risiko bleibe.
Powell soll heute vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses erscheinen, bevor er wichtige US-Daten zur Verbraucher- und Erzeugerpreisinflation veröffentlicht.
Es wird erwartet, dass die VPI-Daten vom Donnerstag zeigen werden, dass die Verbraucherpreise von 3,3 Prozent im Mai auf 3,1 Prozent im Juni gesunken sind. Für Freitag wird ein Bericht über die Inflation auf Großhandelsebene erwartet.
Der Fokus liegt auch weiterhin auf der US-Berichtssaison, da Delta Air Lines am Donnerstag ihre Ergebnisse vorlegen wird, während die Top-Banken JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo am Freitag ihre Ergebnisse vorstellen werden.
Der Dollar stieg von einem Drei-Wochen-Tief und Gold legte leicht zu, während der Ölpreis den vierten Tag in Folge seine Verluste ausweitete, da die Versorgungssorgen aufgrund des Hurrikans Beryl nachließen und die Anleger die zunehmende Möglichkeit eines Waffenstillstandsabkommens in Gaza abwägten.
Die US-Aktien schlossen über Nacht knapp gemischt, da die Renditen stiegen, nachdem Powell vor einem Bankenausschuss des Senats gesagt hatte, dass sich die Inflation weiter abschwächt, aber "mehr gute Daten" die Argumente für Zinssenkungen stärken würden.
Er wies auch darauf hin, dass eine zu späte oder zu geringe Verringerung der politischen Zurückhaltung die Wirtschaftstätigkeit und die Beschäftigung übermäßig schwächen könnte.
Der technologielastige Nasdaq Composite stieg um 0,1 Prozent und der S&P 500 legte leicht zu und erreichte neue Rekordhochs, während der Dow Jones um 0,1 Prozent nachgab.
Die europäischen Aktien schlossen am Dienstag schleppend, da sich nach den französischen Wahlen Unsicherheit für den Euro abzeichnete.
Der paneuropäische STOXX 600 gab um 0,9 Prozent nach. Der deutsche DAX fiel um 1,3 Prozent, der französische CAC 40 fiel um 1,6 Prozent und der britische FTSE 100 gab 0,7 Prozent nach.
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