
WASHINGTON (dpa-AFX) - Der US-Dollar legte am Donnerstag gegenüber den wichtigsten Gegenstücken zu, da die expansiven Kommentare der Europäischen Zentralbank und eine Zinssenkungsentscheidung der Bank of England dem Euro bzw. dem Pfund Sterling etwas Glanz nahmen. Schwache US-Wirtschaftsdaten begrenzten das Aufwärtspotenzial des Dollars.
In den heutigen Wirtschaftsnachrichten veröffentlichte das Institute for Supply Management einen Bericht, aus dem hervorgeht, dass die Produktionstätigkeit in den USA im Juli unerwartet beschleunigt geschrumpft ist.
Der ISM teilte mit, dass sein Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe von 48,5 im Juni auf 46,8 im Juli gefallen ist, wobei ein Wert unter 50 auf einen Rückgang hindeutet. Ökonomen hatten erwartet, dass der Index auf 48,8 steigen würde. Mit dem unerwartet starken Rückgang fiel der PMI für das verarbeitende Gewerbe auf den niedrigsten Stand seit 46,6 im November 2023.
Die Daten des Arbeitsministeriums zeigten, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 27. Juli auf 249.000 gestiegen sind, was einem Anstieg von 14.000 gegenüber dem nicht revidierten Niveau der Vorwoche von 235.000 entspricht. Ökonomen hatten erwartet, dass die Zahl der Arbeitslosenanträge auf 236.000 steigen würde.
Die Arbeitsproduktivität in den USA ist im zweiten Quartal stärker als erwartet gestiegen und stieg um 2,3%, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Arbeitsministeriums hervorgeht. Die Arbeitsproduktivität stieg im ersten Quartal um revidierte 0,4 %.
Ökonomen hatten einen Anstieg der Arbeitsproduktivität um 1,7 % erwartet, verglichen mit dem Anstieg von 0,2 %, der für das Vorquartal gemeldet worden war.
Der Dollar-Index kletterte auf 104,45 und legte damit um etwa 0,35% zu.
Gegenüber dem Euro legte der Dollar von 1,0826 auf 1,0787 zu.
Der Dollar festigte sich gegenüber dem Pfund Sterling auf 1,2734 und legte von 1,2856 pro Einheit der britischen Währung zu. Die Bank of England senkte ihren Leitzins zum ersten Mal seit Beginn der Coronavirus-Pandemie, da die Inflation zurückging und die zugrunde liegende Wachstumsdynamik schwächer blieb.
In einer sehr knappen Entscheidung beschloss der geldpolitische Ausschuss unter der Leitung von Gouverneur Andrew Bailey, den Leitzins von 5,25% um einen Viertelpunkt auf 5% zu senken, was den höchsten Stand seit Anfang 2008 darstellte.
Gegenüber der japanischen Währung schwächte sich der Dollar auf 149,66 Yen ab. Der Dollar festigte sich gegenüber dem Aussie auf 0,6496.
Der Dollar fiel gegenüber der Schweizer Währung auf CHF 0.8732. Gegenüber dem Loonie legte der Dollar auf 1,3884 C$ zu.
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