
PEKING (dpa-AFX) - Chinas Dienstleistungssektor expandierte weiter, aber das Expansionstempo hat sich seit Juli aufgrund der Abschwächung des Neugeschäfts verlangsamt, wie eine monatliche Umfrage von S&P Global am Mittwoch zeigte.
Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen lag im August bei 51,6, gegenüber 52,1 im Juli und der Prognose der Ökonomen von 51,9.
Der Index blieb den 20. Monat in Folge über der Schwelle von 50,0, aber das Wachstum der Aktivität gehörte zu den niedrigsten seit Jahresbeginn.
Das Wachstum des Dienstleistungsgeschäfts wurde durch steigende Neugeschäftszuflüsse aufrechterhalten. Als Gründe für den Anstieg der Auftragseingänge nannten die Befragten bessere Rahmenbedingungen und eine Ausweitung des Serviceangebots. Die Zugänge zu Neuaufträgen nahmen im Vergleich zum Juli schwächer zu.
Auf der anderen Seite wuchs das Exportgeschäft aufgrund des zunehmenden Kundeninteresses aus Übersee beschleunigt.
Trotz einer erneuten Häufung unerledigter Aufgaben ging die Beschäftigung im August zurück, nachdem sie im Juli gestiegen war. Der Stellenabbau erfolgte sowohl aufgrund von Kündigungen als auch von Entlassungen.
Was den Inflationsdruck anbelangt, so zeigte die Umfrage, dass sich die Kosteninflation angesichts von Berichten über steigende Material-, Personal- und Transportkosten auf den höchsten Stand seit Juni 2023 beschleunigt hat.
Die Verkaufspreise sanken zum ersten Mal seit sieben Monaten, und die Rückgangsrate der Erzeugerpreise war so stark wie seit April 2022 nicht mehr.
Die Stimmung bei den Dienstleistern blieb im August positiv. Der Optimismus stieg den zweiten Monat in Folge auf den höchsten Stand seit Mai.
Der gesamte private Sektor blieb im August den 10. Monat in Folge im expansiven Bereich. Der zusammengesetzte Produktionsindex blieb im August unverändert bei 51,2. Das schnellere Wachstum der Produktion im verarbeitenden Gewerbe wurde durch eine langsamere Expansion der Dienstleistungstätigkeit im August ausgeglichen.
"In Anbetracht des ehrgeizigen jährlichen Wirtschaftswachstumsziels der Regierung werden die Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Stabilisierung des Wachstums in den kommenden Monaten erheblich sein", sagte Wang Zhe, Senior Economist der Caixin Insight Group.
Der Ökonom stellte fest, dass wichtige Probleme wie die unzureichende Binnennachfrage, erhebliche Unsicherheiten bei der Auslandsnachfrage und der schwache Marktoptimismus fortbestehen. Wang sieht noch Spielraum für fiskal- und geldpolitische Anpassungen.
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