
In Memmingen hingegen mussten Haushalte für denselben Verbrauch im Mittel 1.648 Euro ausgeben, in Wolfsburg 1.692 Euro. Für die Auswertung hat Verivox anteilig sowohl die Grundversorgungstarife in den jeweiligen Gebieten herangezogen als auch günstigere Tarife der regionalen und bundesweiten Anbieter.
Ein Grund der Unterschiede ist die Beschaffungspolitik der einzelnen Versorger: Firmen, die während der Energiekrise viel Gas im Voraus teuer eingekauft haben, reichen diese Kosten vielfach noch an die Kundschaft weiter. Hinzu kommen die Gasnetzentgelte, die in dünn besiedelten Regionen tendenziell höher sind, weil sich die Kosten für den Betrieb der Netze auf weniger Abnehmer verteilen.
Die Entgelte sind auch niedriger in Gebieten mit alten Gasnetzen, die bilanziell abgeschrieben sind. Anders ist das in Ostdeutschland, wo Netzbetreiber nach der Wiedervereinigung vielerorts kräftig investierten. Wer aus der Grundversorgung in günstigere Tarife wechselt, kann Hunderte Euro jährlich sparen.
© 2024 dts Nachrichtenagentur