
Stattdessen plädierte der FDP-Chef für eine starke Beteiligung seiner Partei. "Deshalb werbe ich dafür, dass eine starke FDP den Unterschied bei der Regierungsbildung im nächsten Jahr machen kann", so Lindner. "Denn Ampel light oder auch eine Neuauflage der damaligen Großen Koalition, das ist nicht der Politikwechsel, den unser Land jetzt braucht." Er geht davon aus, dass Friedrich Merz "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der nächste Bundeskanzler sein" werde.
Lindner skizzierte die Eckpunkte des von ihm angestrebten Kurswechsels. "Mehr Wirtschaftsfreundlichkeit, mehr Pragmatismus, mehr Kontrolle und Konsequenz bei der Einwanderung nach Deutschland, weniger ideologische Klima- und Energiepolitik, sondern eine, die die Entscheidungsfreiheit der Menschen und unsere wirtschaftlichen Bedingungen respektiert", sagte er. Es brauche eine Besinnung auf die Eigenverantwortung. "Wir müssen die Bereitschaft zu unternehmerischem Risiko, Leistungsbereitschaft wieder neu mobilisieren."
Trotz aktuell niedriger Umfragewerte zeigte sich Lindner optimistisch für das Abschneiden seiner Partei. Bei seiner ersten Spitzenkandidatur 2012 in Nordrhein-Westfalen sei die FDP "innerhalb von 60 Tagen von zwei auf über acht Prozent gekommen". Er sei optimistisch und spüre gerade ein Momentum.
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