
Die Streichung war damit begründet worden, dass man nach dem Ampel-Aus kaum noch Gesetzesvorhaben besprechen müsse, sie könnten ohnehin nicht mehr umgesetzt werden. "Wenn die Regierung nicht mehr arbeiten will, sollten nicht auch wir gezwungen werden, die Arbeit einzustellen", sagte Görke. "Wir haben eine ausgewachsene Wirtschaftskrise - und das Parlament macht Pause."
Er hält das Vorgehen für "Arbeitsverweigerung" und erkennt darin auch Wahlkampftaktik der Union, die sich mit der Weigerung, Ampelgesetze gemeinsam zu beschließen, ihr Umfragehoch bis zur Wahl retten wolle. Görke sieht die Opposition ihrer Aufgabe beraubt, die Regierung zu kontrollieren. Die Linke habe nun einen Verfassungsrechtler beauftragt, die Absage von Sitzungswochen zu prüfen.
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