
Damit ist die Schule deutschlandweit mutmaßlich Vorreiter, berichtet der "Spiegel". Im Deutschunterricht der zehnten Klasse ging es um eine Texterörterung, zu der die Jugendlichen zunächst Prompt-Entwürfe formulierten, also Arbeitsaufträge an den KI-Assistenten ChatGPT. In gemeinsamer Runde entschieden sich die Schüler danach für einen Prompt, der ihnen für ihre Argumentation besonders vielversprechend erschien.
"Die Ergebnisse der ChatGPT-Analyse wurden allen Klausurteilnehmern digital zur Verfügung gestellt", sagte der zuständige Deutschlehrer. Er hatte das Formulieren sinnvoller KI-Anfragen vorher mit der Klasse geübt. Im Anschluss schrieb jeder Schüler seine Arbeit und konnte dafür die KI-Resultate nutzen.
Die Qualität der Antworten sei, wie auch bei einer traditionellen Klassenarbeit, breit gefächert gewesen, so der Lehrer: "Fast das gesamte Notenspektrum wurde abgedeckt." Der Pädagoge hatte den KI-Einsatz zuvor mit der Schulleitung abgesprochen. Sein Ziel: "Ich will die Diskrepanz zwischen gesellschaftlicher Realität und schulischen Prüfungsformaten verringern." Er plädiert dafür, KI als regulären Bestandteil in den Unterricht zu integrieren.
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