Die Frage, ob die Ära der starken Renditen bei Technologieaktien ihrem Ende zugeht, beschäftigt Anleger und Experten gleichermaßen. Im Zentrum der aktuellen Diskussion steht die Sorge um eine mögliche Wiederholung der Dotcom-Blase aus dem Jahr 2000. Kapitalmarktexperte Stefan Risse von Akatis Investment liefert im Interview klare Einsichten zur Lage. Risse erläutert, dass die heutige Situation mit der der frühen 2000er nur bedingt vergleichbar sei. Damals handelte man überwiegend "heiße Luft", während heute Unternehmen wie Apple oder Nvidia mit soliden Gewinnen aufwarten. Dennoch sind auch die Big Tech-Aktien nicht immun gegen Marktschwankungen, vor allem, weil ihre hohen Bewertungen sie anfällig für Enttäuschungen machen. Zum Beispiel erreichte Apple vor der jüngsten Marktkorrektur ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 30, während der Durchschnitt bei 20 lag. Eine faire Bewertung, so Risse, könnte dennoch einen potenziellen Kursverlust von bis zu 33% bedeuten. Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Privatanleger in den USA, die oft durch gehebelte ETFs hohe Risiken eingehen. Solche Instrumente könnten bei Markteinbrüchen zu schnellen und tiefen Verlusten führen. Zusätzlich warnt Risse vor einer generellen Überhitzung des Marktes, angedeutet durch extrem gestiegene Bewertungsverhältnisse wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis oder das Kurs-Umsatz-Verhältnis. Abschließend gibt Risse Anlegern Ratschläge für unsichere Zeiten. Er empfiehlt, nicht vollständig aus Aktien auszusteigen, sondern eher eine gewisse Rotation hin zu weniger überbewerteten Sekundärwerten zu erwägen. Auch in schwierigen Marktphasen sieht er Chancen, insbesondere bei Qualitätsaktien, die nach einer Panik oft unterbewertet sind und somit Kaufgelegenheiten bieten. Das Fazit des Kapitalmarktexperten: Während sich gewisse Parallelen zur Dotcom-Blase nicht leugnen lassen, ist die heutige Tech-Landschaft auf einem fundamentaleren und gesünderen Fundament aufgebaut. Anleger sollten wachsam bleiben, aber auch die Chancen nicht aus den Augen verlieren, die der Markt bietet. Jetzt das komplette Interview ansehen! techaktien tech börse trading
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.
Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.
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